Beiträge zur Geschichte der Gregorianischen Kalenderreform.
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in ihm den einfachsten und besten, welcher überhaupt aufgestellt
werden könnte. Auch die Correctur des Sonnenjahres
findet er angemessen und bittet nur., man; möge, um das Volk
weniger zu verwirren, die 10 Tage nicht auf einmal, sondern
allmälig, am besten aus 10 Monaten des Correctionsjahres aust
lassen- u . u ... ...
Ganz anderen Charakter haben die Gutachten, welche aus
Spanien und Portugal einliefen. Elfteres allerdings übermittelte
durch seinen König nur eine Schrift, welche ihrer Spielereien
halber keine Beachtung verdiente: Gianello Turriani 1 auä
Creinonä, damals zu Toledo Weilend, will nämlich für die immerwährende
Giltigkeit des Kalenders durch Scheiben mit beweglichen
Zeigern sorgen, die sich in seiner Schrift recht säuberlich
ausnehmen, zur allgemeinen Verbreitung und Benützung aber
von irgend einer Commission kaum für tauglich befunden
worden wären. Br schickte auch ein grösseres Instrument in
einem besonderen Umschläge mit,: das seines Umfanges halber
nicht in die Sammlung der Codices aufgenommen, sondern
nach des Sammlers Angabe gesondert an den Vatican abgegeben
wurde, welcher Besonderheit sie denn auch jetzt ihre Unauffindbarkeit
verdankt., 2 Dagegen haben wir. aus Portugal zwei
höchst bedeutsame Kundgebungen zu verzeichnen, die, wenn
wir sie auch als unpraktisch erklären müssen, uns durch den
frischen Ton und die Liebe Und Hochstellung der Wissenschaft
erquickend anhauehen. Beide sind nämlich geschworne Feinde
jeder cyclischen Rechnung, welche der Astronomie Hohn
spreche, und nur in ihren Motiven gehen sie auseinander.
Während Emanuel Mendez Vieinus zu Lissabon 3 sein
1 Cod. Vatic. 7055. Breve discorso alla -Majä de Re Catholico interno la
riduttione dell’ anno et restitutione dpi Calendario con la dichiaratione
degli instrumenti da esso ritrovati per monstrarla in atto prattico. dat.
Toledo 19. Juni 1579.
2 Im Iudex der beiden Codices (Casanat. und Vatic.) heisst es: .Idem Rex
(Philippus) misit tabulam orbicularum D. Joanelli Turriani inelusam in
theca coriaca, quae non potuit includi hoc volumine et dabitur separata/
Dass damit nicht die im Cod. 7055 befindlichen Kreise gemeint sein
können, beweist, dass kurz vorher der Libellus des Turriani mit der Beisetzung
des Codex angeführt wird.
3 Cod. Vatic. 7052. fol. 8, ohne Titel, vom Jahre 1578. Mendez benützte
hiebei die Arbeit seines Grossvaters, des Magister Ditaeus: ,De certa