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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

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Toischer.

sind  übrigens  auch  in  Deutschland  nicht  selten.  Der  Hauptunterschied ­
  dieser  Recension  von  der  früheren  —  ich  will  die
eine  mit  D  (Drucke),  die  andere  mit  B  (Bamberger  Hs.)  bezeichnen ­
  —  besteht  darin,  dass  in  D  in  die  ursprüngliche  Geschichte ­
  die  Anhängsel,  wie  sie  sich  in  der  Bamberger  Hs.
finden,  hineingearbeitet  sind,  wobei  nur  das  Commonitorium
wenig  Berücksichtigung  fand,  dagegen  der  Brief  an  Aristoteles
sowie  der  an  Olimpias  vollständig  in  Erzählung  aufgelöst
wurden.  Von  anderen  Zusätzen  ist  namentlich  der  Einzug  Alexanders ­
  in  Jerusalem  hinzugekommen.  Andere  kleinere  Interpolationen ­
  scheinen  erst  später  von  verschiedenen  Schreibern
eingeschmuggelt,  da  darin  selbst  die  Drucke  Differenzen  zeigen,
deren  jeder  seine  Besonderheiten  hat,  die  im  anderen  nicht
stehen.
Diese  Recension  (D)  lag  vielleicht  schon  dem  Gu.  vor,
da  auch  er  den  Einzug  Alexanders  in  Jerusalem  erzählt.  Freilich ­
  ist  das  eine  Episode,  die  von  den  verschiedensten  Schriftstellern ­
  des  Mittelalters  immer  wieder  erzählt  wurde,  und  entscheidend ­
  für  Gu.  darum  nur  die  wörtlichen  Uebereinstimmungen
mit  der  Hdp.  Ich  will  bei  meinen  beschränkten  Mitteln  den
Beweis  erst  gar  nicht  versuchen.  Sicher  hat  Qualichinus  de
Spoletö  1  diese  Fassung  benützt  (1236),  und  darnach  die  deutsche ­
  Bearbeitung  desselben,  wovon  sich  eine  Hs.  in  Wernigerode
findet. 2  Von  deutschen  Dichtern  hat  sie  auch  Ulrich  von
1  Vgl.  Zaclier,  Zeitschrift  für  deutsche  Philologie  X,  93  f.  und  Wiener
Jahrbücher  für  Lit.  57,  Anz,  Blatt  13  ff.  Ich  benützte  die  Hs.  der
königl.  Bibi,  in  Berlin  Ms.  tlieol.  lat.  f.  194,  wo  das  Werk  des  Qual,
sich  auf  f.  105 c —126 d  befindet.  Es  stimmt  am  meisten  mit  dem  Strassbnrger
  Drucke  überein.  Wie  dieser,  weiss  Q.  z.  B.  bei  dem  grossen
Schneefalle  (Ep.  ad  Arist.  bei  Paulini  S.  42,  Bamb.  Hs.  232 d ,  s.  Zacher
Psk.,  S.  160)  nichts  davon,  dass  Alexander  dabei  einen  vor  Kälte  halb
erstarrten  alten  Soldaten  das  Leben  rettet,  wie  im  Utrechter  Druck  steht
(Valerius  Max.  V,  1,  Ext.  1.  Ulrich  22195—22202);  während  er,  wie  der
Strassburger  Druck  die  Geschichte  von  dem  Basilisken  erzählt  (f.  120 b ),
den  Alexander  durch  einen  vorgehaltenen  Spiegel  tödtet  (s.  Gesta  Romanorum
  bei  Oesterley  S.  493,  cap.  139),  wovon  im  Utrechter  Druck  wie
bei  Ulrich  nichts  steht.
2  S.  Zacher,  Zeitschr.  X,  96.  Ich  war  auf  diese  Hs.  schon  vor  dem  Erscheinen ­
  dieser  ersten  Nachricht  über  das  bisher  unbekannte  Gedicht
aufmerksam  geworden.  Da  Förstemann,  die  gräflich  Stolberg'sche  Bibliothek ­
  in  Wernigerode,  S.  102  nur  sagt,  es  sei  das  Gedicht,  das  diese  Hs.
            
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