Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

Ueber  die  Alexandreis  Ulrichs  von  Eschenbach.

367

Ich  habe  die  Bamberger  Hs.  in  einer  Abschrift  des  Herrn
Dr.  Oswald  Zingerle  benützen  können,  dem  ich  dafür  zu  grossem
Danke  verpflichtet  bin  (über  die  Hs.  s.  Waitz  in  Pertz  Archiv
IX,  673—703).  Dass  die  Münchner  Hs.  (cod.  Mon.  lat.  23489)
damit  vielfach  übereinstimmt,  sehe  ich  aus  den  Anführungen
Zachers  im  Psk.  Im  einzelnen  freilich  weichen  schon  diese
beiden  Hss.  stark  von  einander  ab,  da  der  Schreiber  der
Bamberger  Hs.  sein  barbarisches  Latein  in  die  von  ihm  abgeschriebenen ­
  Stücke  hineinbringt  und  sich  auch  andere  Aenderungen
  erlaubt,  wie  Waitz  a.  a.  0.  nachgewiesen  hat,  wo  auch
gezeigt  ist,  dass  Ekkehardus  Uraugiensis  (MM.  G.  VIII,  60—75)
für  die  ausführliche  Darstellung  der  Geschichte  Alexanders  eben
diese  Hs.  benützte.
Es  steht  in  dieser  Hs.  zuerst  die  eigentliche  Hdp.  (193“—
219°),  der  Auszug  aus  Pseudokallisthenes  von  dem  Archipresbyter
  Leo.  Um  den  Inhalt  nach  einem  bekannten  Werke  kurz
zu  bezeichnen,  ist  das  (abgesehen  vom  Anfang)  ungefähr  so
viel  und  fast  genau  in  der  Ordnung,  wie  die  Erzählung  des
Pfaffen  Lamprecht  bis  V.  6434,  von  wo  an  er,  respective  Elberich ­
  von  Bisenzun  (bis  zum  Schlüsse  7151),  dem  Iter  ad
Paradisum  folgt,  während  in  der  Hdp.  der  Brief  der  Olimpiäs
noch  fortgeht  und  dann  Alexanders  Tod  erzählt  wird  (Bamberger ­
  Hs.  216°—219°).  Nur  die  Episode  von  den  Mädchenbluraen
  (5004—5205)  findet  sich  bekanntlich  in  Hdp.  nicht.
Auf  die  Hdp.  folgt  in  der  Bamberger  Hs.  das  commonitorium
  Palladii  (219 d '—223 c ),  dann  der  Briefwechsel  Alexanders
mit  dem  Brachmanenkönig  Dindimus  (—228“')  und  den  Schluss
macht  der  Brief  Alexanders  an  Aristoteles  (—235 d ).  Dieser
Brief  ist  als  ein  Werk  des  Cornelius  Nepos  herausgegeben  von
Andreas  Paulini:  Alexandri  Magni  epistola  de  situ  Indiae  etc.  ad
Aristotelem  .  .  .  Gisac  1706.  S.  über  diese  Werke  Zacher  Psk.
106  fg.
Die  Hdp.  wurde  im  15.  Jahrhundert  in  Utrecht  und  Strassburg ­
  in  vielen  Auflagen  gedruckt.  Ich  benützte  die  ed.  prima
trajectana  1473  und  den  Strassburger  Druck  von  1489,  von
beiden  die  Exemplare  der  königlichen  Bibliothek  in  Berlin.
Ueber  die  Pariser  Hss.,  die  mit  diesen  Drucken  iibereinstimmen
  sollen,  habe  ich  nichts  in  Erfahrung  gebracht,  als  was
Morel-Patio  in  der  Romania  IV,  60  mittheilt.  Hss.  dieser  Art
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.