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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

Ueber  die  Alexandreis  Ulrichs  von  Eschenbach.

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des  herzen  regen  ihre  toengel  oder  hrüstel  begiesst,  ihr  munt  ist
doch  durchliuhtic  rot  (3869—3874.  8731  ff.,  16978  ff.  u.  ö.),
und  der  Dichter  ist  von  einem  solchen  Bilde  so  bezaubert,
dass  er  sich  einmal  bis  zu  dem  Ausrufe  versteigt  (8735  ff.):
ja  wcer  er  todes  vil  ivol  wert,
der  dö  niht  küssens  licete  gegert.

Historia  de  preliis.
Ausser  diesen  Frauengestalten  hat  Ulrich  noch  vieles
andere  aus  der  Hdp.  in  sein  Gedicht  aufgenommen,  wie  schon
oben  bei  der  Inhaltsübersicht  namhaft  gemacht  wurde.  Es  ist
das  namentlich  im  ersten  Buche  die  Geschichte  von  Neptanabus
und  Olimpias,  die  Zähmung  des  Rosses  Bucephalus,  dann  der
Kampf  mit  dem  Könige  Niclas,  der  schon  in  der  Hdp.  so
entstellt  ist,  dass  Ulrich  einen  Wettkampf  (Psk.  I,  18—-19)
nicht  mehr  darin  vermuthen  konnte,  weshalb  er  denn  einfach
einen  Krieg  daraus  macht,  eine  gnote  stat  belagern  lässt  u.  s.  w.
Aus  dem  Sohne  des  Areios  ist  ein  rex  Arideorum  (arridorum,
arginorum)  in  Hdp.  geworden  und  Ulrich  meint  (1745  fg.)
ich  verste  mich  an  den  mceren  da$  die  vinde  die  Unger  wceren.
Hierauf  ist  nach  Hdp.  erzählt  die  Tüdtung  des  Lisias  nach
Alexanders  Rückkehr,  die  Wiedereinsetzung  der  Olimpias  und
dann  (genau  in  der  Reihenfolge  der  Hdp.  —  Psk.  I,  23)  die
Abweisung  der  Gesandten  des  Darius,  die  den  Tribut  fordern.
Hie  Erzählung  folgt  aber  jetzt  den  Boten,  es  folgt  sogleich
die  Antwort  des  Darius  im  zweiten  Briefe  an  Alexander  zugleich ­
  mit  den  spöttischen  Geschenken  (Ruthe,  Kugel  Psk.  I,  35)
und  die  Abweisung,  respective  Umdeutung  dieser  Geschenke
von  Seite  Alexanders  (mehrfache  Veränderungen  der  geänderten
Situation  entsprechend,  vgl.  Psk.  I,  36),  worauf  der  dritte
Briet  des  Darius  folgt  mit  den  Mohnkörnern,  für  welche
Alexander  Pfeffer  an  Darius  schickt  (der  ganze  Briefwechsel
bei  Ulrich  1813—1956),  worauf  dieser  einen  Kriegsrath  hält,
wobei  sein  Bruder  räth,  noch  einmal  Boten  zu  senden  (—1984,
uur  die  Versammlung  nach  Hdp.,  wobei  Darius  zu  energischer
Gegenwehr  aufgefordert  wird,  vgl.  Psk.  II,  7)  und  in  der  That
kommt  noch  einmal  eine  Botschaft  von  Darius  den  Tribut  zu
            
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