Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

362

Toischer.

Da  half  nun  die  zweite  Hauptquelle  Ulrichs,  die  Historia
de  preliis,  aus.  Da  ist  die  Mutter  Alexanders  und  ihr  Verhältniss
  mit  Neptanabus,  dann  die  Cleopatra,  um  derentwillen
Philipp  die  Olimpias  verstösst;  Roxa,  die  Gattin  Alexanders,
und  seine  Geliebte  Candacis;  die  Gattin  des  Darius  tritt  ein
in  die  Handlung  und  noch  mehr  Sisigamis,  und  dann  noch
eine  Tochter  des  Königs  Porus.  Ulrich  führt  aber  dann  noch
weiter  auf  Roisse,  die  Königin  von  Assur;  Dulcamur,  die
Königin  von  Samargone;  dann  ohne  Namen  eine  Herzogin  von
Theben;  die  Burggräfin  von  Tyrus;  Königinnen  von  Celidon,
von  Arabi,  von  Ninive,  von  Epypto;  die  frouwe  von  Hyrcania.
Ausserdem  hat  jeder  nur  irgend  hervortretende  Held  ein  mp
oder  eine  avvie,  von  denen  wir  wenigstens,  wenn  schon  nichts
anders,  erfahren,  dass  sie  ihrem  friunt  oder  Mann  eine  köstliche ­
  Rüstung  geschenkt  habe,  oder  dass  sie  um  ihn  weint,
wenn  er  im  Kampfe  fiel.
In  dieser  Weise  äussert  sich  meistens  die  Liebe  der
Frauen,  oder  wenigstens  wird  diese  Seite  ihres  Wirkens  am
häufigsten  erwähnt.
Den  Herzog  Orestes  hatte  sein  Weib  glänzend  geschmückt ­
  (3556—3576),  die  prächtige  Ausrüstung  des  Mernnon
hatte  ihm  sin  wip  diu  herzoginne  gegeben  (5683  ff.),  die  der
mäge  des  Darius  die  unp  bereitet  (6135).  Frauen  hatten  den
Arestes  so  prächtig  ausgerüstet,  wäpenroc  und  hovertiur  hatte
ihre  Hand  mit  Fleiss  geworht  (7860  ff.).  An  Negusar  hatten
cläriu  wip  itg  manegen  landen  reiche  Rüstung  und  Zierde  geschickt, ­
  wie  er  wohl  verdiente  (8202  ff.)  und  sollte  man  all
die  Zierde  namhaft  machen,  mit  der  süe^iu  wip  durch  minne  die
Leute  des  Edimus  ausgestattet  haben,  so  müsste  man  viele
Länder  nennen  (8183  ff.).  Auf  dem  Schlachtfeld  von  Arbela
sah  man  prächtige  Rüstungen  glänzen,  wie  ir  itsliches  amte  .  ■
erdäht  hatte  und  als  die  minneclichen  heten  sie  üf  da$  velt  beriht
(12884  ff.).  Agiris,  die  Gattin  des  Candaulus,  hatte  ihn  prachtvoll ­
  ausgerüstet  (19775—19810),  und  so  gibt  es  überhaupt
keine  prächtige  Rüstung,  die  nicht  von  Frauenhand  dem  Träger
gewidmet  wäre.  Alexander  selbst  hat  nicht  eher  eine  Rüstung,
die  der  Beschreibung  werth  wäre,  bevor  er  nicht  eine  frouwe  hat.
So  musste  Ulrich  sogar  die  Schilderung  seiner  Waffen  Gu.  IV,
500—513  (s.  S.  327)  auslassen,  freilich  nur,  um  dann  mit  um
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.