Ueber die Alexatidreis Ulrichs von Eschenbach.
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der weitgehendsten Ausnützung derselben für eigene Zwecke
dennoch solche Fehler begehen kann, wie (9876 ff.):
ich hän vernumen da% aldä
leiste Belacänen bet
Gäloes sun Gamuret,
der edlen mcerinne u. s. w.
Ich habe noch ein langes Verzeichniss von Stellen vor
mir, in denen Ulrich einzelne Andeutungen des Gu. weiter
ausführt, hie und da auch massig verändert, die im Vorausgehenden
nicht namhaft gemacht sind. Ich weiss aber nicht,
wem einem solchen Werke wie der Al. Ulrichs gegenüber
mit einer erschöpfenden Darstellung aller Einzelnheiten gedient
sein soll. Als charakteristisch will ich nur noch ein paar
allgemeine Gesichtspunkte geltend machen, die allenthalben
in dem Gedicht zu Tage treten, nämlich dass Ulrich so viel
als möglich bestimmte Zahlen angibt; dass er seine Personen
so viel als möglich reden lässt, und die Reden, wenn thunlich,
alle direkt anführt; und dass es bei seiner ganzen Dichtungsweise
unausbleiblich ist, dass dieselben Motive oft wiederkehren.
Bestimmte Zahlen setzt Ulrich vielfach dort, wo Gu.
überhaupt nur von vielen, wenigen, einer Menge und dergleichen
spricht. So Gu. III, 134 ff.: viele waren todt oder
dem Tode nahe, Ulrich 8331 : 20000 lagen erschlagen auf
dem Felde; V, 320 paucis comitantibus, Ulrich 14156 selbzwelfte;
V, 340 in Lycus kam eine Menge um, Ulrich 14216 der dreissigste
kam nicht davon; Gu. VI, 147 ipse retentis delectis equitum,
Ulrich 15127: dreitausend (VII, 210 quingenti quirites,
Ulrich 16063. 16608. aber 6666) u. a. Daher gehört auch
2 Quintus . . mensis während Ulrich 13052 ff. sagt der
1. Mai. Vielfach liegt aber für die Zahlen, die Ulrich angibt,
bei Gu. nicht einmal eine unbestimmte Angabe zu Grunde.
So weiss er, dass jede der bis senae gentes Gu. II, 109 20000
Mann stark war (6110); dass nach dem Tode des Enos und
Kanaan (V, 37) noch der Streit mit ihrer rotte fortgeführt
und 2000 von ihnen erschlagen wurden (13416 ff.); dass in
Persepolis zehen tüsent oder me erschlagen wurden (15485) u. a.
Am häufigsten sind dergleichen Angaben bei der grossen
(V . Wilh. nachgeahmten) Szene, wo der König vor der Schlacht
Sitzungsber. d. phil.-hist. CI. XCVII. Bd. II. Hft. 23