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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

Ueber  die  Alexatidreis  Ulrichs  von  Eschenbach.

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der  weitgehendsten  Ausnützung  derselben  für  eigene  Zwecke
dennoch  solche  Fehler  begehen  kann,  wie  (9876  ff.):
ich  hän  vernumen  da%  aldä
leiste  Belacänen  bet
Gäloes  sun  Gamuret,
der  edlen  mcerinne  u.  s.  w.
Ich  habe  noch  ein  langes  Verzeichniss  von  Stellen  vor
mir,  in  denen  Ulrich  einzelne  Andeutungen  des  Gu.  weiter
ausführt,  hie  und  da  auch  massig  verändert,  die  im  Vorausgehenden ­
  nicht  namhaft  gemacht  sind.  Ich  weiss  aber  nicht,
wem  einem  solchen  Werke  wie  der  Al.  Ulrichs  gegenüber
mit  einer  erschöpfenden  Darstellung  aller  Einzelnheiten  gedient
sein  soll.  Als  charakteristisch  will  ich  nur  noch  ein  paar
allgemeine  Gesichtspunkte  geltend  machen,  die  allenthalben
in  dem  Gedicht  zu  Tage  treten,  nämlich  dass  Ulrich  so  viel
als  möglich  bestimmte  Zahlen  angibt;  dass  er  seine  Personen
so  viel  als  möglich  reden  lässt,  und  die  Reden,  wenn  thunlich,
alle  direkt  anführt;  und  dass  es  bei  seiner  ganzen  Dichtungsweise ­
  unausbleiblich  ist,  dass  dieselben  Motive  oft  wiederkehren.
Bestimmte  Zahlen  setzt  Ulrich  vielfach  dort,  wo  Gu.
überhaupt  nur  von  vielen,  wenigen,  einer  Menge  und  dergleichen ­
  spricht.  So  Gu.  III,  134  ff.:  viele  waren  todt  oder
dem  Tode  nahe,  Ulrich  8331  :  20000  lagen  erschlagen  auf
dem  Felde;  V,  320  paucis  comitantibus,  Ulrich  14156  selbzwelfte;
V,  340  in  Lycus  kam  eine  Menge  um,  Ulrich  14216  der  dreissigste
  kam  nicht  davon;  Gu.  VI,  147  ipse  retentis  delectis  equitum,
  Ulrich  15127:  dreitausend  (VII,  210  quingenti  quirites,
Ulrich  16063.  16608.  aber  6666)  u.  a.  Daher  gehört  auch
2  Quintus  .  .  mensis  während  Ulrich  13052  ff.  sagt  der
1.  Mai.  Vielfach  liegt  aber  für  die  Zahlen,  die  Ulrich  angibt,
bei  Gu.  nicht  einmal  eine  unbestimmte  Angabe  zu  Grunde.
So  weiss  er,  dass  jede  der  bis  senae  gentes  Gu.  II,  109  20000
Mann  stark  war  (6110);  dass  nach  dem  Tode  des  Enos  und
Kanaan  (V,  37)  noch  der  Streit  mit  ihrer  rotte  fortgeführt
und  2000  von  ihnen  erschlagen  wurden  (13416  ff.);  dass  in
Persepolis  zehen  tüsent  oder  me  erschlagen  wurden  (15485)  u.  a.
Am  häufigsten  sind  dergleichen  Angaben  bei  der  grossen
(V  .  Wilh.  nachgeahmten)  Szene,  wo  der  König  vor  der  Schlacht
Sitzungsber.  d.  phil.-hist.  CI.  XCVII.  Bd.  II.  Hft.  23
            
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