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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

Ueber  die  Alexaudreiß  Ulriclis  von  Eschenbach.

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verfallen,  sich  aus  diesen  Erklärungen  zu  holen,  während  sie
bei  den  gelehrten  Anspielungen  Ovid  und  Ilygin  u.  a.  zur
Erklärung  herbeiziehen  mussten.
Den  Beweis,  dass  Ulrich  eine  solche  ,commentirte  Ausgabe ­
 1  des  Gu.  benützt  hat,  liefert  der  Anfang  des  IX.  Buches.
Ghi.  erwähnt  da  in  zwei  Versen  (4.  6.):
—  Clitus,  Hermolaus  et  eins
Doctor  .  .  .  Extremum  clausere  diem
Die  Namen  Clitus  und  Hermolaus  stehen  in  einer  Zeile;  auf
welche  Weise  die  beiden  umkamen,  ist  nicht  gesagt,  wer  der
Lehrer  des  einen  war,  ist  auch  nicht  gesagt.  Ulrich  aber  erzählt ­
  wieder  ausführlich  und  dem  Hauptinhalte  nach  übereinstimmend ­
  mit  Curtius  (VIII,  1,  20—52  Clitus;  VIII,  6,  7—8,  22
Hermolaus),  im  einzelnen  abweichend.  Und  den  Tod  des
Hermolaus  setzt  er  vor  den  des  Clitus,  während  alle  anderen
Nachrichten  darin  übereinstimmen,  dass  Clitus  früher  als  Hermolaus ­
  den  Tod  fand.  In  dem  Exemplar  Ulrichs  wird  einfach
das  Scholion  für  Clitus  an  dem  linken,  das  für  Hermolaus  an
dem  rechten  Rand  gestanden  haben,  so  dass  er  ungeschickter
Weise  das  eine  vor  das  andere  stellte.
In  der  oben  (S.  315)  erwähnten  Berliner  Hs.  stehen  nun
wirklich  zu  Anfang  des  IX.  Buches  die  betreffenden  Erklärungen:
Clitus  fuit  miles  probissimus,  qui,  cum  sederet  in  convivio  cum
Älexandro  et  suis,  dixit  se  protexisse  Alexandrum  cum  clipeo
suo.  Unde  Alexander  iratus  fecit  occulte  interfici.
Et  Hermolaus  fuit  puer  valde  probas,  qui  cum  Älexandro
fuit  in  venacione,  Hermolaus  venabulo  interfecit  leonem.  Alexander ­
  ipsum  verberavit  et  puer  incepit  flere,  et  Calixtones  magister
Alexandn  et  Hermolai  dixit:  Hermolai  memento  quia  vir  es,  cur
flesf  Propier  hoc  Älexandro  male  interpretante  condempnati  sunt.
Aehnliches  (nur  etwas  ausführlicher)  steht  im  Cod.
philol.  258  der  k.  k.  Hofbibliothek  in  Wien.  Bei  Clitus  steht
da  namentlich  noch,  dass  er  beim  Herausgehen  getödtet  wurde;
bei  Hermolaus:  cervus  et  illum  ipsum  interfecit  und  dann  quod
videns  calistones  u.  a.
Es  ist  das  gerade  so  viel,  als  Curtius  und  Ulrich  übereinstimmend ­
  berichten.  Wenn  bei  Curtius  Hermolaus  einen
aper  tödtet,  bei  Ulrich  ein  swin,  in  der  Berliner  Hs.  aber
leonem  steht  und  in  der  Wiener  cervus,  so  beweist  das  doch
            
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