Ueber die Alexandreis Ulrichs von Eschenbach.
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Moeotidos(unda) Gu. I, 400 als Nominativ Mentidoz 4515;
Libyes IX, 11 als Nominativ 19288; ebenso die Accusative
Dodonta III, 33 als Nominativ Dodonta 7944. 7948; Andropliilon
III, 35 als Ordophilon 7957, und Tyron I, 540 hat er
für etwas anderes gehalten als das später erwähnte Tyrus
(III, 334), so dass nach seiner Darstellung Alexander die
schwere Belagerung von Tyrus erst unternimmt, nachdem er
Tyron schon lange vorher dem Erdboden gleich gemacht hatte
(5046 ff., 9196 ff).
Aber auch mit der dritten lateinischen Declination ist
der Dichter nicht ganz vertraut. Aus Cappadocum gentes II
92 hat er das laut Cappadocon gemacht 5957; Cilicum arces
I, 447 ist zu einem Cilicon geworden 6009, und Jovis nimmt
er 6098 wieder als Nominativ aus Gu. II, 106 Jovis currus.
Auch die Bildung der Patronymika ist Ulrich nicht geläufig.
Gu. nennt III, 96 einen Actoridem Dorilum, das sind
aber bei Ulrich 8235 ff. zwei: Actorides und Dorilum (Nominativ),
ersterer der Vater des zweiten. Aus Enacliides Hiidcon
IX, 198 sind auch zwei Personen gemacht, die heissen aber
Enachus (19654) und Julcon (19656).
Zum öfteren hat Ulrich die Construction nicht verstanden.
II, 93 f. (vgl. Curt. III, 1, 12.)
Hie ab utroque man distans Sangarius aequae
Littoribus tarnen alterius communicat undas
hat Ulrich 5885 ff. wiedergegeben: von einem mer in das ander
flos ein wasser . . . Sangar ist es noch genant.
Gu. II, 99 sagt von Darius: castra movit ab Eufrate,
daraufhin lässt Ulrich ihn den Eufrates entlang nach Issos
kommen (7256 ff.) und die Schlacht bei Issos geschah bi dem
wasser Eufrates üf einem unten anger (7832).
Gu. II, 345 scheint Ulrich das Curvavere genu statt auf
das vorhergehende (Cyro) auf das folgende (me successore) bezogen
zu haben, denn nur so ist mir erklärlich, dass er 7063 ff.
den Darius solchen Unsinn sagen lässt: Cyrus und Crösus
müssten vor mir ihre Knie beugen, wenn sie noch lebten.
IV, 66 f. heisst es:
Dixit, superosque profusis
Invitat lacrimis, ut vocem fata sequantur.