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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

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T  oischer.

Der  Lärm  der  Schlacht  ist  so  gross,  als  ob  tüsent  smide
mit  hemern  üf  ir  wer  ze  male  slüegen  19953  ff.,  denn  die  Helden
hauen  auf  einander  los  als  smide  üf  einen  anebo%  8135  ff.,  vgl.
Parz.  152,  5.  537,  27.  112,  28.  210,  4.  Trojk.  12804.  33209.
37250.
Er  hieb  so  viele  Feinde  nieder  als  der  schür  tuot  den
walt  8153,  und  die  Feinde  fallen  als  ob  zitige  bim  durch  schür
von  dem  boume  rirn  3635  ff.,  vgl.  Parz.  80,  1.  56,  3.  Trojk.
34664  ff.  35496  ff.  39395  (33346.  34652).
Und  so  noch  Vieles  der  Art.  Allein  das  wird  genügen
als  Beleg  dafür,  dass  Ulrichs  Phantasie  es  in  diesen  Dingen
höchstens  bis  zur  Modification  des  schon  Dagewesenen  bringt.
Nur  noch  ein  Beispiel.  In  der  Schilderung  der  Pracht  des
Darius  (V,  124  ff.)  hat  Ulrich  die  gewöhnlichen  Bilder:  er
glänzte  wie  der  Tag  (13590),  wie  mächtige  Feuer  leuchten
(13592)  schon  verbraucht  und  er  setzt  nun  noch  hinzu  (13602  ff.)
habt  ir  dunkel  sterne  gesehen
darunder  einen  liehten  gar?
so  lühter  vür  sie  alle  dar.
Eine  elende  Aenderung  des  alten  Vergleiches  des  Mondes  vor
den  Sternen  (s.  Haupt  zum  Er. 2  1766),  den  schon  Waith.  46,  15
in  Sonne  vor  den  Sternen  umgeändert  hatte.
Man  sieht  daraus  auch,  dass  Ulrich  nicht  den  Gleichnissen ­
  überhaupt  abgeneigt  ist.  Er  hat  die  einmal  geläufigen
häufig  genug  angewendet,  freilich  auch  nur  diese,  und  hat  von
denen  bei  Gu.  nur  die  herübergenommen,  die  aus  dem  Gesichtskreise ­
  des  täglichen  Lebens  nicht  weit  abliegen.  Alle
die  anderen  werden  ausgelassen.  Auch  wo  er  eines  in  sein
Werk  aufnimmt,  lässt  er  doch  die  breite  epische  Ausführung
weg,  entfernt  sich  also  auch  da  nicht  von  dem  Gebrauche  der
übrigen  deutschen  Dichter.
Sentenzen.
Neben  den  Gleichnissen  fanden  von  jeher  die  zahlreichen
Sentenzen  in  dem  Werke  des  Gu.  die  allgemeinste  Bewunderung. ­
  Ulrich  verhält  sich  aber  zu  diesen  ähnlich  wie  den
Gleichnissen  gegenüber,  d.  h.  die  meisten  hat  er  einfach  aus-
            
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