332
T oischer.
Der Lärm der Schlacht ist so gross, als ob tüsent smide
mit hemern üf ir wer ze male slüegen 19953 ff., denn die Helden
hauen auf einander los als smide üf einen anebo% 8135 ff., vgl.
Parz. 152, 5. 537, 27. 112, 28. 210, 4. Trojk. 12804. 33209.
37250.
Er hieb so viele Feinde nieder als der schür tuot den
walt 8153, und die Feinde fallen als ob zitige bim durch schür
von dem boume rirn 3635 ff., vgl. Parz. 80, 1. 56, 3. Trojk.
34664 ff. 35496 ff. 39395 (33346. 34652).
Und so noch Vieles der Art. Allein das wird genügen
als Beleg dafür, dass Ulrichs Phantasie es in diesen Dingen
höchstens bis zur Modification des schon Dagewesenen bringt.
Nur noch ein Beispiel. In der Schilderung der Pracht des
Darius (V, 124 ff.) hat Ulrich die gewöhnlichen Bilder: er
glänzte wie der Tag (13590), wie mächtige Feuer leuchten
(13592) schon verbraucht und er setzt nun noch hinzu (13602 ff.)
habt ir dunkel sterne gesehen
darunder einen liehten gar?
so lühter vür sie alle dar.
Eine elende Aenderung des alten Vergleiches des Mondes vor
den Sternen (s. Haupt zum Er. 2 1766), den schon Waith. 46, 15
in Sonne vor den Sternen umgeändert hatte.
Man sieht daraus auch, dass Ulrich nicht den Gleichnissen
überhaupt abgeneigt ist. Er hat die einmal geläufigen
häufig genug angewendet, freilich auch nur diese, und hat von
denen bei Gu. nur die herübergenommen, die aus dem Gesichtskreise
des täglichen Lebens nicht weit abliegen. Alle
die anderen werden ausgelassen. Auch wo er eines in sein
Werk aufnimmt, lässt er doch die breite epische Ausführung
weg, entfernt sich also auch da nicht von dem Gebrauche der
übrigen deutschen Dichter.
Sentenzen.
Neben den Gleichnissen fanden von jeher die zahlreichen
Sentenzen in dem Werke des Gu. die allgemeinste Bewunderung.
Ulrich verhält sich aber zu diesen ähnlich wie den
Gleichnissen gegenüber, d. h. die meisten hat er einfach aus-