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T o i 8 c li e r.
Feld nach vor- und rückwärts nicht hinausreicht. So begegnen
ihm Wiederholungen und schroffe Widersprüche. Er brauchte
ja auch gar nicht zu fürchten, dass jemand sein colossales
Werk in continuo lesen würde. Und er war ein armer Spielmann,
der von seiner Kunst lebte, und er hat bei wechselndem
Glück jahrelang an dem Werke geschaffen. Da ändern
sich selbst Stil und Darstellungsweise. Die Art der Erzählung
des X. Buches ist sehr verschieden von der des I. Buches
und auch äusserlich zeigt sich die grösste Verschiedenheit der
einzelnen Bücher.
Ulrich hat die Eintheilung des Gu. in zehn Bücher einfach
herübergenommen. Bei Gu. haben alle Bücher (mit Ausnahme
des X., das 469 Verse zählt) mehr als 500, weniger
als 600 Verse. Bei Ulrich aber zählt das I. Buch mehr
als 5000, die folgenden erreichen keines 3000, das VI. hat
gar nur 1000 Verse, während das X. wieder mehr als 7000
zählt. Die Ursachen dieser Verschiedenheit liegen theilweise
allerdings bloss in der grösseren oder geringeren Fülle von
Stoff, die dem Dichter von anderen Seiten zufloss. Wir werden
aber sehen, dass dies nicht die einzige Ursache war, dass
im Gegentheil auch rein persönliche Verhältnisse des Dichters
dabei in Betracht kommen.
Gleich am Anfang hat Ulrich viel zu erzählen, was Gu.
übergangen hat. Dieser zeigt uns gleich zu Beginn seines
Werkes den trotzigen Knaben Alexander, den es mit Unrnuth
erfüllt, dass sein Vater einem Fremden tributpflichtig
ist. Hierauf eine Lehre des Aristoteles über die Pflichten des
Herrschers.
Ulrich beginnt mit König Philipp, erzählt ausführlich
von Neptanabus und dessen Verkehr mit Olimpias. Auch bekommen
wir hier eine ausführliche Schilderung von der Macht
des ,Kaisers' Darius. Dann folgt die Geburt Alexanders. Ulrich
erzählt hier gleich die Wundei’, die Alexanders Geburt begleiten,
die Gu. erst bei seinem Tode (X, 342 ff.) erwähnt. Dann belichtet
er von seinem Heranwachsen, dass er Aristoteles zum
Lehrer hatte, und nun erst (1329) ist er dort angelangt, wo
Gu. beginnt. Nach dessen Darstellung folgt nun die Schilderung
der Kampfbegierde des Knaben und die Lehren des
Aristoteles (Gu. I, 27—202 = Ulrich 1329—1656). Darnach