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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

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Ueiuzel.

hedhinn  vor  dem  Kampfe  mit  Thrainn,  dass  er  Schafe
suchen  wolle.
T.  Aesthetische  Wirkung.
Die  Lecture  der  Sagas  erregt  Wohlgefallen  1.  durch
Nachahmung  der  Erfahrungen  des  wirklichen  Lebens,  2.  durch
Auswahl  aus  denselben,  3.  durch  Veränderung  derselben.
1.  a.  Nachahmung  des  wirklichen  Lebens  finden  wir  sowol
  in  der  Aehnlichkeit  der  Personen  und  Begebenheiten  mit
den  Bildern  unserer  Erfahrung,  als  auch  darin,  dass  die  Art,
wie  sie  erzählt  und  geschildert  werden,  oft  an  ein  wirkliches
Zusehen,  Zuhören,  Dabeistehen  erinnert.
So  gefallen  die  Charaktere  der  Sagas,  weil  sie  gemischt
sind,  oder  weil  die  Idealisirung  nicht  so  weit  geht,  dass  die
Glaubwürdigkeit  darunter  litte,  s.  S.  124.  130,  die  Vorgänge,  weil
sie  neben  den  grossen  Ursachen  auch  durch  eine  Fülle  kleiner
Zufälligkeiten  bedingt  sind,  was  selbst  bei  Schilderung  des
Uebernatürlichen  hervortritt  und  ihm  den  Anschein  der  Wahrheit ­
  gibt;  s.  S.  159.  Das  Wunderbare  selbst  erscheint  nur  in
solchen  Formen,  welche  dem  zur  Zeit  des  Autors  und  noch
lange  nachher  herrschenden  Aberglauben  entsprechen.
Das  Ganze  der  Begebenheiten  gefällt,  weil  unserer  Erfahrung ­
  gemäss  das  Schicksal  der  in  der  Saga  auftretenden
Personen  zum  Theil  allerdings  durch  ihre  Einsicht  und  ihren
Willen  bestimmt  wird,  zum  andern  Theile  aber  durch  unberechenbare ­
  Zufälle,  so  dass  auch  der  Schlaue  und  Kühne  unterliegen ­
  kann,  der  Gute  nicht  für  seine  Güte  belohnt,  der  Böse
nicht  für  seine  Vergehen  bestraft  wird.
Die  fatalistischen  Aeusserungen  der  Personen  der  Saga,
seltener  des  Autors,  rufen  die  Zustimmung  des  Lesers  hervor,
da  die  Erzählung  wie  die  Erfahrung  sie  zu  bestätigen  scheint.
An  die  Unübersehbarkeit  des  wirklichen  Lebens  erinnert
die  Menge  der  Personen  und  Begebenheiten.
Die  Thatsachen  der  Erzählung  erscheinen  ferner  wie  die
des  wirklichen  Lebens  oft  im  Anfang  unvollständig,  undeutlich
und  werden  erst  in  der  Folge  klar,  oder  sie  zeigen  sich  nur  in
ihren  Wirkungen,  mitunter  bleiben  sie  auch  dunkel.  S.  S.  198  ff-
            
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