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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

290

Heinzei.

Vallai.  S.  218  en  sjd  m-ndhr  er  saklanss,  en  aldrei  verit
vidh  skipti  manna  her  d  landi.
Sehr  häufig  fehlen  Pronomina,  Präpositionalformeln,  Partikeln, ­
  durch  welche  Beziehungen,  Verbindungen,  Gegensätze,
Begründungen  ausgedrückt  werden.  1  Uuzähligemal  müssten
wir  in  einer  fliessenden  modernen  Uebersetzung  ein  ,auch,  da,
dann,  wider,  und  zwar,  eben,  aber,  dagegen,  denn,  dadurch,
davor,  darauf  usw.  einschieben,  Partikeln,  welche  im  Isländischen ­
  natürlich  wie  überall  existieren,  nur  in  gewissen  Perioden ­
  und  gewissen  Litteraturgebieten  sparsamer  verwendet
werden  als  in  anderen.
Nur  ein  paar  Beispiele.
Einige  der  angeführten  wörtlichen  Wiederholungen  verlieren ­
  einen  Theil  ihrer  Befremdlichkeit,  wenn  man  sich  ein
ok  oder  enn  hinzudenkt.
Ok.  Gisl.  S.  5  Bardhr  het  madlir;  hann  bjd  thdr  i  Stirnadal;
  hann  var  ungr  madlir  ok  hafdhe  nytekit  vidh  födhurarfi
stimm;  Kolbjörn  het  madhr  er  bjd  ä  Hellu  i  Sürnadal;  hann
var  ungr  madhr  ok  liafdlii  nytekit  vidh  födhurarfi  sinum.
Enn.  Gisl.  S.  24  Thorkeil  spurdhe  Gisla:  hversu  berst
Audhr  af  um  brddhiirdaudhann  ?  hvdrt  graetr  hon  mj'dk?  —  Thorkell
  spurdhe  thd:  Hversu  berst  Audhr  af  um  brödhurdaudlianni
hvdrt  graetr  hon  mjök?  —  Wie  Ileidh.  wirklich  steht  S.  364
ok  skekr  at  honum  sverdhit  —  ok  skekr  thd  enn  at  honum
sverdhit.
Ein  Satztheil  wird  erst  "durch  ein  Pronomen  angedeutet, ­
  später  folgt  er  als  Nomen.  S.  Lund  §.  190.
Sa.
Eyrb.  S.  51  gengu  their  fastast  at  Thdrissynir.
Fostbr.  S.  17  their  töku  hesta  Tliorgeirr  ok  hans  menn.  —
S.  54  their  gerdhu  thd  handtekna  Kdlf  oh  Steindlf.

1  Unser  moderner  Sprachgebrauch  ist  in  dieser  Beziehung  dem  lateinischen
sehr  ähnlich.  Wie  viel  mehr  im  Lateinischen  von  den  obengenannten
Beziehungen  verlangt  wird,  sieht  man  z.  B.  aus  den  lateinischen  Uebersetzungen
  der  Sagas.  In  der  grossen  Ausgabe  der  Eigla  sind  die  Zusätze
eingeklammert  oder  durch  gesperrten  Druck  hervorgehoben.
            
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