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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

Beschreibung  der  isländischen  Saga.  II.

209

Helgi  nicht.  —  S.  37  Helgi  hört,  dass  Grimr  lebt,  und  lässt
sich  ein  verschliessbares  Schlafzimmer  bauen.  Das  heisst,  er
fürchtet  Grimr.
Eigla  C.  41,  S.  198  Thorolfr  sagt  dem  Könige,  dass  sein
Vater  Skallagrimr  das  königliche  Geschenk  mit  Dank  angenommen ­
  habe  und  es  durch  ein  schönes  Segel  für  ein  Kriegsschiff ­
  erwidere.  Das  ist  eine  Lüge,  wie  der  Leser  weiss.  Sie
wird  nicht  als  solche  bezeichnet,  auch  die  Absicht,  den  König
zu  gewinnen,  nicht  ausgesprochen.  —  C.  74,  S.  550  Arinodhr
schilt  ein  Mädchen,  welches  Egill  warnt,  und  ermuntert  Egill
zum  Trinken.  Das  heisst,  er  will  ihn  betrunken  machen  und
tödten.  —  C.  87,  S.  723  Egill  erkundigt  sich  heimlich  über
den  Rechtshandel  zwischen  seinem  Sohne  Steinthorr  und  Einarr.
Das  heisst,  er  will  auf  dem  Thing  selbst  einschreiten.  —  C.  86,
S.  742  Steinthorr  antwortet  auf  die  Botschaft,  es  seien  Feinde
in  Sicht,  als  hätte  er  einen  ganz  gleichgültigen  Bericht  bekommen. ­
  Das  heisst  er  will  nicht,  dass  seine  Begleiter
Kenntniss  von  der  Sachlage  haben.  Dass  er  lügt,  wird  nicht
gesagt.
Eir.  N.  549  Als  Frey  dis  vor  Finnbogis  Haus  kommt,
steht  sie  eine  Weile  schweigend  da.  Das  heisst,  sie  denkt  über
ihre  boshaften  Pläne  nach.  —  Ihre  Lügen  gegenüber  ihrem
Manne  werden  nicht  als  solche  bezeichnet,  ebensowenig  ihre
Absicht  verrathen,  nämlich  Finnbogi  und  die  Seinen  zu  verderben. ­

Eyrb.  S.  46  Viga-Styrr  und  Snorri  gehen  auf  einen  Berg
und  reden  dort  heimlich  den  ganzen  Tag.  Man  erräth,  dass
es  einem  Anschlag  auf  die  unbequemen  Berserker  gilt.  —  S.  47
Asdis  grüsst  den  Berserker  Halb  nicht  mehr.  Das  heisst,  sie
will  ihn  los  werden  und  Snorri  heirathen.  —  S.  64  Snorri  und
der  geächtete  Thorleifr  reden  lange  zusammen.  Man  erräth,
dass  es  einem  Anschlag  auf  Arnkell  gilt.
Floam.  S.  121,  30  Die  Söhne  des  Jarls  greifen  Leifr
plötzlich  an.  Man  kann  nur  errathen,  dass  es  wegen  Helga,
der  Braut  Leifs,  geschieht,  welche  Hersteinn,  einer  der  Söhne
des  Jarls,  liebt.  —  S.  120,  21  Asgrimr  redet  lange  mit  einem
Sclaven  Thorgils’.  Das  heisst,  er  besticht  ihn,  seinen  Herrn
zu  ermorden.  —  S.  158,  34  genau  dasselbe.  —  S.  160,  9  Thorgils ­
  hat  Helgi  erschlagen.  Zwei  Jahre  darauf  kommen  Helgils
Sitzungüber.  d.  phil.-hist.  CI.  XCVII.  Bd.  I.  Hft.  14
            
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