Beschreibung der isländischen Saga. I.
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Das Lachen über ein Kind, er fretadhi, verräth die Gemüthsstimmung
einer handelnden Person, Dropl. S. 31, Ljosv.
S. 54.
Die Aufforderung des Dieners, ins Haus zu treten, wird
nicht angenommen, man verlangt vom Herrn selbst eingeladen
zu werden: Bjarn. S. 53, Fostbr. S. 9, Haens. S. 157.
Ein Diener weigert sich etwas zu thun; er wird gefragt,
oh es ihm lieber sei, geschlagen zu werden: Bjarn. S. 51 f.
(Thorsteinn mael.ti: Hvat man thd vardlia, tho at thü farir naudhigr,
ef iher thykkir sä betri), Gisl. S. 27 (Thd geingr Thorgrimr
at honum ok slaerr kann bujfeitt mikit ok maelti: Far nü
thd, ef t.her thikkir nü betra. Nü skal fara, sagdlie kann, thd
dt ml se verra), Svarfd. S. 168 f. (Karl hljdp at SMdha, ok
tekr liann, err keirir nidhr fall mikit, ok smaelti: seg nü ef
ther er nü betra en fyrr).
Zu Haupt- und Nebenbegebenheiten.
Die Entwickelung der Begebenheiten und ihr Ausgang
machen den Eindruck der Wahrheit, obwol sie oft historisch
unwahr sind. 1 Der Gute triumphirt nicht immer, und nie, weil
er gut ist, er kann auch unterliegen, — der Böse unterliegt
nicht immer, und nie, weil er böse ist, häufig geht er als Sieger
aus dem Conflicte hervor.
Auch sonst werden, abgesehen von dem Wunderbaren,
selten Begebenheiten erzählt, welche unwahrscheinlich oder
unmöglich sind. Uebertreibungen kommen vor, z. B. der Hieb,
mit welchem Gisli S. 69. 156 einen Gegner in zwei Hälften
spaltet, die Häufigkeit der unmittelbar Tod bringenden Verwundungen,
die Hinfälligkeit und plötzliche Aufraffung Havardhs,
der Selbstmord der Freunde Ingimunds bei der Nachricht von
seinem Tode, Vatnsd. S. 39, 8 ff.
Unmöglich ist das Gedicht des dreijährigen Egill, Eigla
C- 31, S. 150. Unmöglich, dass Gudhmunds Heidh. (V. St.)
S. 314 den tragischen Tod seines Sohnes, seiner Frau, dessen
Maurer, lieber die Haensa Thoris Saga. Abhandlungen der Münchner
Akademie, philos.-philolog. Classe 12, 157. Jessen, Sybels Zs. 2S, 61:
Ueber die Glaubwürdigkeit der Egilssaga und anderer Isländer Sagas.