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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

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FI  e  i  n  z  e  1.

Besonders  Bjarn.  und  Gunnl.  stehen  sieh  so  nahe,  dass
man  mit  grösster  Wahrscheinlichkeit  die  Existenz  eines  litterarischen
  Typus  des  Liebesromanes  annehmen  kann,  —  von
etwas  anderer  aber  ähnlicher  Form  wie  der  von  Fridthiofr  und
Ingibjörg,  der  sich  in  der  Viglundar  saga  wiederholt  (sogar
die  Versuchung,  den  vermeintlichen  alten  Nebenbuhler  im
Schlafe  zu  tödten,  findet  sich  in  Vigl.  S.  86  ed.  Vigfusson  hinter
Bardharsaga  Nord.  Oldskr.  1860).  Allerdings  ist  auch  das
Schicksal  des  Menschen  eines  Landes,  eines  Standes,  einer
Zeit  typisch,  aber  eine  Uebereinstimmung  wie  Bjarn.,  Gunnl.
widerstreitet  der  Erfahrung.  1
Zu  3.  e).  Ein  Mann  verführt  in  Norwegen  eine  Jungfrau,
schändet  und  verbrennt  einen  Tempel  und  entflieht  vor  dem
Zorn  des  Königs  aus  dem  Lande,  Njala.  C.  87,  6  ff.  (Hrappr),
Fridhthjofstypus?  2
Zu  3.  /).  Liebesverhältniss  mit  einer  verheiratheten  Frau;
sie  schwört  einen  Reinigun'gseid  ganz  mit  denselben  Umständen,
wie  in  den  französischen  und  deutschen  Tristangedichten,  Grettla
C.  91  f.,  S.  199  ff.  (Thoi-steinn,  Grettis  Bruder,  mit  Spes  in
Konstantinopel).
Zu  3.  g).  Der  Liebhaber  stellt  sich  todt,  um  die  Hand
der  Geliebten  zu  erhalten  Svarfd.  S.  155.  Novellenmotiv?
Zu  4.  a).  Ein  Norweger  wird  in  Island  schlecht  angesehen,
ein  Isländer  in  Norwegen,  beide  gewinnen  sich  schliesslich  die
Achtung  der  Fremden,  Gliuna  S.  324,  Ljosv.  S.  22.
Zu  4.  /(.).  Ein  geringerer  Mann  will  störrischer  Weise
einem  vornehmen  sein  Heu  nicht  verkaufen,  Haens.  S.  137  fl.,
Laxd.  (vielmehr  Bolla  thattr  C.  84,  S.  349,  Njala  C.  47,  65  fl.

1  Auch  die  Personsbeschreibungen  Gunnlaugs  und  Halfredhs  sind  sich
ausserordentlich  ähnlich.  Gunnl.  C.  4,  S.  203  Svd  er  sagt  frd  Gunnlatigi,
at  kann  var  memmendis  brddhgjörr,  mikill  ok  sterkr,  Ijosjarpr  d  lidr  ok
for  allvel,  svarteygr  ok  nokkut  nefljotr,  ok  skapfelligr  i  andliti,  midhmjorr
ok  herdhimikill,  kominn  d  sik  allra  manna  bezt,  hdvadliamadhr  mikill  i
öllu  skaplyndi,  ok  framgjarn  snemmendis,  ok  vidli  allt  uvaeginn  ok  hardhr,
ok  skdld  mikit,  ok  lieldr  nidhskdrr  ok  kalladhr  Gunnlaugr  ormstunga.  —
Hallfr.  S.  86,  5  Hann  (HaUfredhr)  var  snemma  mikill  ok  sterkr,  karlmannligr
  ok  skolbrunn  nokkut  ok  heldr  nefljotr,  jarpr  d  hdr  ok  for  vel,  skdld
var  liann  gott,  ok  heldr  mdhskdrr  ok  margbreytinn,  elclci  var  kann  vinsaell
2  S.  Floam.  S.  124,  16:  öziirr  —  ok  vd  vig  i  v&um  d  Upplöndum,  thä  ex
kann  var  l  bimdliferdh  medh  Sigurdhi  lirisa.
            
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