Beschreibung der isländischen Saga I.
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Meist werden Zustände wirklich als solche neben den
Begebenheiten dargestellt. Es sind Ausnahmen, wenn Eigla
C. 28 und 33 die Beschreibungen des Landstriches, welchen
Skallagrimr in Besitz nimmt, fast ganz in der Erzählung von
seiner und später Björns Ankunft in Island und seiner Ausforschung
des unbekannten Landes aufgehen, oder Eyrb. S. 93
das Bett der Thorgunna bei der Aufstellung desselben beschrieben
wird. 1
b. Von Vorgängen,
Auch hier sind Haupt- und Nebenbegebenheiten zu scheiden,
man könnte auch die Dreitheilung, welche bei den Personen angewendet
wurde, beibehalten und Begebenheiten ersten Ranges
jene nennen, welche durch Umfang, Ausführlichkeit der Darstellung
und Wichtigkeit ihrer Folgen die übrigen beträchtlich
überragen, z. B. jene, welche den Untergang des Helden herbeiiiihrt,
den gleichgültigen Vorgängen des täglichen Lebens den
dritten Rang anweisen, und alles, was in der Mitte liegt, als
Begebenheit zweiten Ranges bezeichnen.
HauptfoegebenheiLen und ihre Einzelacte.
Sie zerfallen in Handlungen und Zufälle.
Handlungen.
Es sind meist Conflicte des zielbewussten Willens zwischen
zwei oder mehreren Personen. Wir betrachten sie nach Veranlassung,
Zusammenstoss (Mord, Kampf, Process) und Folge
(Rache, Aechtung).
Wenn wir hiebei die concreten Erscheinungen betrachten,
so ist einiges Typische nicht zu verkennen. Gewisse Vorstellungen
kehren mit andern verbunden öfters wieder, besonders
wenn wir nicht nur die Handlungen ersten, sondern auch die
zweiten Ranges, die Episoden, berücksichtigen. — Wo mit
1 S. Döring S. 27.