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Heinzol.
Wo sie im Vordergrund der Erzählung stehen, sind sie,
wie natürlich, den Männern durch Abkunft und Stellung ebenbürtig.
Eine Ausnahme macht Gudhrun in Laxd. Sie war
o
die vorzüglichste unter Frauen niederen Standes, heisst es in
einigen ITss. C. 78, S. 339.
Schönheit und Würde ihrer Erscheinung, auch der Kleidung,
wird oft beschrieben, nur Thorbjörg kolbrun, die Geliebte
Thormods in Fostbr. S. 36 ist nicht besonders hübsch.
In ihren geistigen Eigenthümlichkeiten sind die Hauptpersonen
wenig von den Männern unterschieden. Ihre Leidenschaften
sind eben so heftig und anhaltend, Stolz und Rachsucht auch
bei ihnen Triebfedern der Handlungen, die Männer thun ihnen
darin häufig nicht genug, und die Schwäche des Geschlechts
hindert sie nicht immer an Versuchen, persönlich Rache zu
nehmen; auch die Fähigkeit sich zu beherrschen, durch Berechnung
und Verstellung das erstrebte Ziel zu erreichen
ist dieselbe. S. Droplaug in Dropl., Thordis in Gisl., Thorbjörg'
in Hardh., Bjargey in Hav., Thuridhr in Ileidh.,
Gudhrun und Tliorgerdhr in Laxd. (Thorgerdhr C. 55, S. 244),
Thorlaug, Gudhrun in Ljosv. (Gudhrun S. 84), Hallgerdhr
Bergthora, Hildigunnr in Njala, Ingöldr in Svarfd. — Leiden,
Gefahren und Tod ertragen sie nicht weniger muthig, Thorgerdhr
in Eigla C. 80, S. 603, Frey dis in Eir. W. S. 154,
Thorlaug in Ljosv., Bergthora in Njala, Ingöldr. in Svarfd.
Dabei sind die edlen unter ihnen ebenso hochgesinnt,
edelmüthig, ritterlich, wie die Männer, s. Bergthora in Njala,
die trotz ihres tödtlichen Hasses gegen Hallgerdhr, deren Mann
Gunnarr schätzt und fördert, die den unehelichen Sohn ihres
Mannes nicht minder liebt, als ihre eigenen Kinder. Sie wird
auch C. 20, 19 drengr gödhr genannt, ebenso Hildigunnr C. 9o,
24. Vigdis in Laxd. C. 14, S. 41 ist ihrem Manne Thordhr an
Kühnheit und adeliger Gesinnung weit überlegen, aber auch
aus vornehmerem Geschlecht.
Mitunter überbietet die Entschiedenheit, mit welcher
Frauen ihre Zwecke verfolgen, die der Männer dadurch, dass
sie durch kein ritterliches Gefühl, vor allem nicht gegen ihr
eigenes Geschlecht in ihren Aeusserungen gehindert wird. S.Freydis
in Eir. N., Gudhrun in Laxd. C. 49, S. 224, Thorgerdhr
in Laxd. C. 55, S. 244. Die Freude, dem Gegner oder der