•Beschreibung (1er isländischen Saga. I.
125
die Aufraffung Havardhs, die Nachsicht und Milde Askels in
Reykd, die Frühreife Egils, besonders C. 31, S. 150, der Edelmuth
Ingimunds in Vatnsd. machen den Eindruck des (Jebertriebenen.
Einige Skarphedhinn zugeschriebene Gedichte sind
unter unmöglichen Umstünden verfasst. C. 54, 57. 63, 22. 77,
80. — In der schlechtesten unserer Sagen, in Finnb., kommt
es sogar vor, dass König Flakon von seiner eigenen Bosheit
und Ungerechtigkeit spricht, S. 33.
Die häufigen Superlative: ,der schönste aller Männer',
,der beste Kämpfer', ,beste Schwimmer', ,der Gebildetste' scheinen
nicht mehr zu bedeuten, als ,sehr schön' usw. S. Bjarn. S. 63
(Björn), Dropl. S. 7 (Helgi), Eyrb. S. 68 (Arnkell), Finnb.
S. 70 (Finnbogi), Floam. S. 128, 10 (Thorgrimr), S. 129, 9
(Thorgils), Laxd. C. 28, S. 110 (Kjartan) usw. S. Piper, Germania
24, 106.
Mitunter sind die geistigen und körperlichen Eigenschaften
als erblich dargestellt. In Band. S. 6 zeigt Uspakr gefährliche
Aehnlichkeit mit seinem Oheim Grettir, — in Dropl. sind Ketill,
Thidhrandi, Thorvaldr, ITclgi, Grimr kurzlebig, — in Eigla
vererbt sich die Berserkernatur Kveldulfs auf Skallagrimr und
Egill, — in Grettla ergrauen Thorgrimr und Asmundr frühzeitig.
— In Korm. begegnen wir C. 15, S. 140 dem unverträglichen
Thorarinn und seinen gleichgearteten Söhnen, — in
Laxd. ist die Schönheit und Eleganz Olafs und Kjartans vielleicht
auf irische Abstammung zu beziehen, Njala C. 138, 9:
Eyjolfr ,war habsüchtig, wie alle seine Verwandten'. — Andererseits
erscheint das jüngere Geschlecht als milder, Eigla: Thorsteinn
gegenüber Egill, Ileidh. (V. St.) S. 307. 387: Gudhlaugr
gegenüber Snorri, Njala: Höskuldr gegenüber Thrainn.
Personen dritten Ranges.
Kaufleute, besonders aus Norwegen, Matrosen, Fischer,
Hirten, Landstreicher, Geächtete niedern Standes, Kundschafter,
Erzieher, Hausgesinde aller Art.
Besonders beliebt sind störrische, feige, verrätherische,
dumme, vergessliche Diener und Sclaven, Eyrb. S. 67, Gisl.
8- 21, Haens. S. 170, kühne und treue erscheinen z. B. Gluma
8. 381, Haens. S. 178, Ljosv. S. 84.