Beschreibung der isländischen Saga. I.
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und Vorgängen mitgetheilt wird, wobei besondere Erwägung
der Fall beansprucht, dass zwei gleichzeitige Zustände oder
Vorgänge zur Behandlung vorliegen, — ferner auch nach dem
,wie oft' gefragt werden, ob in einer Saga dasselbe oder ganz
ähnliches wiederholt zur Darstellung komme, wie viel Hauptpersonen
und Haupthandlungen in ihr erscheinen. — Das dritte
Capitel bringt die Anordnung, — das vierte die Sprache, — das
fünfte die ästhetische Wirkung.
I. Qualitative Auswahl.
Inhalt im Allgemeinen.
Wenn wir den wesentlichen Inhalt der einzelnen Sagas
zusammenfassen, insofern derselbe als ein zusammenhängendes
Ganze erscheint, so können wir unterscheiden: 1. Sagas, welche
Lebensbeschreibung eines oder zweier Helden von Kindheit
bis zum Tode sind, — 2. solche, welche die Geschichte eines
Abschnittes aus dem Leben desselben bieten, — 3. Lebensbeschreibung
mehrerer Generationen einer Familie, —• 4. Geschichten
von einzelnen Lebensabschnitten mehrerer zeitlich
auf einander folgender Personen oder die Biographie des Einen
mehr dem Lebensabschnitt des Andern.
1. Bjarn., Dropl. (Helgi und Grimr), Eigla, Eyrb. (Snorri),
Finnb., Floam. (Tborgils), Fostbr. (Thorgeirr und Thormodhr),
Gisl., Gluma, Gullth. (unvollständig), Grettla, Gunnl., Hallfr.,
Hardh., Ilrafnk., Korm., Thorst. (aber Anfang und Ende fehlen),
Thorv.
Zwei Helden erscheinen hier in Dropl., Fostbr. — Vielleicht
gehört hieher auch eine Gunnarrsaga, die in Njala eingeflochten
wäre.
Dabei wird aber gerne als Einleitung die mitunter ziemlich
ausführliche Geschichte des Vaters oder auch des Grossvaters,
selbst des Oheims oder Bruders vorausgeschickt, so in
Bropl., Eigla, Eyrb., Floam., Gisl., Gluma, Grettla, Hallfr.,
Hardh., Korm. — Ein Anhang über die Begebenbeiten nach
dem Tode des Helden findet sieb in Bjarn., Gisl., Grettla,
Gunnl., Hardh., Heidh., Njala. In der Regel wird in dieser
Sitzungsber. d. phil.-hist. CI. XCVII. Bd. I. Hft. 8