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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

Beschreibung  der  isländischen  Saga.  I.

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und  Vorgängen  mitgetheilt  wird,  wobei  besondere  Erwägung
der  Fall  beansprucht,  dass  zwei  gleichzeitige  Zustände  oder
Vorgänge  zur  Behandlung  vorliegen,  —  ferner  auch  nach  dem
,wie  oft'  gefragt  werden,  ob  in  einer  Saga  dasselbe  oder  ganz
ähnliches  wiederholt  zur  Darstellung  komme,  wie  viel  Hauptpersonen ­
  und  Haupthandlungen  in  ihr  erscheinen.  —  Das  dritte
Capitel  bringt  die  Anordnung,  —  das  vierte  die  Sprache,  —  das
fünfte  die  ästhetische  Wirkung.

I.  Qualitative  Auswahl.
Inhalt  im  Allgemeinen.
Wenn  wir  den  wesentlichen  Inhalt  der  einzelnen  Sagas
zusammenfassen,  insofern  derselbe  als  ein  zusammenhängendes
Ganze  erscheint,  so  können  wir  unterscheiden:  1.  Sagas,  welche
Lebensbeschreibung  eines  oder  zweier  Helden  von  Kindheit
bis  zum  Tode  sind,  —  2.  solche,  welche  die  Geschichte  eines
Abschnittes  aus  dem  Leben  desselben  bieten,  —  3.  Lebensbeschreibung ­
  mehrerer  Generationen  einer  Familie,  —•  4.  Geschichten ­
  von  einzelnen  Lebensabschnitten  mehrerer  zeitlich
auf  einander  folgender  Personen  oder  die  Biographie  des  Einen
mehr  dem  Lebensabschnitt  des  Andern.
1.  Bjarn.,  Dropl.  (Helgi  und  Grimr),  Eigla,  Eyrb.  (Snorri),
Finnb.,  Floam.  (Tborgils),  Fostbr.  (Thorgeirr  und  Thormodhr),
Gisl.,  Gluma,  Gullth.  (unvollständig),  Grettla,  Gunnl.,  Hallfr.,
Hardh.,  Ilrafnk.,  Korm.,  Thorst.  (aber  Anfang  und  Ende  fehlen),
Thorv.
Zwei  Helden  erscheinen  hier  in  Dropl.,  Fostbr.  —  Vielleicht ­
  gehört  hieher  auch  eine  Gunnarrsaga,  die  in  Njala  eingeflochten ­
  wäre.
Dabei  wird  aber  gerne  als  Einleitung  die  mitunter  ziemlich ­
  ausführliche  Geschichte  des  Vaters  oder  auch  des  Grossvaters, ­
  selbst  des  Oheims  oder  Bruders  vorausgeschickt,  so  in
Bropl.,  Eigla,  Eyrb.,  Floam.,  Gisl.,  Gluma,  Grettla,  Hallfr.,
Hardh.,  Korm.  —  Ein  Anhang  über  die  Begebenbeiten  nach
dem  Tode  des  Helden  findet  sieb  in  Bjarn.,  Gisl.,  Grettla,
Gunnl.,  Hardh.,  Heidh.,  Njala.  In  der  Regel  wird  in  dieser
Sitzungsber.  d.  phil.-hist.  CI.  XCVII.  Bd.  I.  Hft.  8
            
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