Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

Die  Burgen  und  Schlösser  Südiirakiens  nach  dem  lklil  des  Hamddni.  II.  1029

Waqah’il  Jati'  und  seines  Sohnes  Iljafa'  Jäsir,  des  Königs  von
Ma'in,  und  zu  Ehren  seines  Fürsten  Sahar  Jälil  Juhargib  (des
Furchtbaren),  des  Königs  von  Qatabän.*  Aus  dem  Beinamen
des  Königs  ,Juhargib*  kann  man  mit  Gewissheit  schliessen,
dass  die  Qatabän  sabäischen  und  nicht  minäischen  Ursprungs
waren.  Dagegen  scheinen  die  Gaba’än  den  minäischen  Dialect
gesprochen  zu  haben,  weil  alle  ihre  Inschriften  im  minäischen
Dialect  abgefasst  waren.  Namen  wie  Haufa’il  und
XS°0®V  Haufa'att  darf  man  jedoch  nicht  als  Beweis  für  ihren
sabäischen  Ursprung  anführen,  da  auch  ein  König  von  Ma'in
den  letztem  Namen  führte,  und  wir  schon  constatirt  haben
(oben  S.  1009),  dass  im  minäischen  Dialect  keine  einzige  Causativform
  joOrh  ,saf'al*  von  den  Verben  primae  w  und  j  vorkommt. ­

Nach  dem  Gesagten  wird  man  nicht  zweifeln  dürfen,  dass
i—i  f]X*r >  der  Inschriften  den  ,Kattabani*  der  griechischen  Geographen ­
  entspricht;  diese  Form  aber  schliesst  lautlich  die
Identificirung  mit  dem  Qudä'a  vollständig  aus.
Was  ihre  Wohnsitze  betrifft,  so  bemerke  ich,  dass  sich
in  der  Nähe  von  Zafär,  der  spätem  Residenz  der  Himjaren,
eine  Ebene  Qatäb  d>Ä=>-)  findet,  die  lautlich  identisch
ist  mit  dem  ,  f]  X,Qatabän*  der  Inschriften  und  den  Kattabani
  des  Strabo  und  Plinius.  Liegt  es  nicht  nahe  anzunehmen, ­
  dass  die  Kattabanen  an  derselben  Stelle  ihre  Macht
ausgeübt  haben,  wo  noch  Spuren  ihres  Daseins  in  dem  Namen
des  Ortes  geblieben  sind  und  wo  diejenigen,  die  ihnen  in  der
Herrschaft  folgten,  ihren  Sitz  hatten?  —  Dafür  spricht  auch
folgender  Umstand.  Eratosthenes  zählt  die  Kattabanen  zu  den
vier  grossen  Völkern,  die  Südarabien  bewohnten.  Dagegen
heisst  es  in  dem  Bericht  über  den  Zug  des  Aelius  Gallus  bei
Plinius  VI,  161:  cetera  explorata  retulit:  numerosissimos
  esse  Homeritas,  Minaeos  fertiles  agros  palmetis  arbustoque,
  in  pecore  divitias.  Gerbanos  et  Agraeos  armis  praestare,
maxime  Chatramotitas..  .Sabaeos  dittissimos  silvarum  fertilitate
  odorifera,  auri  metallis,  agrorum  riguis,  mellis  ceraeque  proventu.
  Von  den  vier  grossen  Völkern  des  Eratosthenes  finden
wir  hier  nur  drei  erwähnt:  die  Minäer,  Chatramiten  und  Sabäer. ­
  Anstatt  der  Kattabanen  werden  hier  die  Himjaren  zum
ersten  Male  erwähnt  und  zugleich  als  sehr  zahlreich  be-
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.