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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

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D.  II.  Müller.

von  Qabd“  und  dem  Wadd“  und  [Nikrah  .  .  .  den
Bau  der  Tkürme  (3)  Bajr’än  und  Ridwän  und  Rabqän
und  Jabin  und  Lab’an  und  Sarbän  (8)  und  es
stellte  das  Geschlecht  von  Sa't“  ihre  Stiftungen  [und
Bauten]  .  .  .  in  den  Schutz  des  ....  [und  des  Iljafa'
Jäjsir  und  seines  Sohnes  l.Iafn“  Rijäm,  der  beiden
Könige  von  Ma'in'.
Es  sind  also  die  beiden  Thürme  Lab’än  und  Sarbän
unter  den  erwähnten  beiden  Königen  der  ersten  Gruppe  erbaut ­
  worden.  Vergleichen  wir  damit  Hai.  535  Baräqis:
,'Ammsadiq,  Sohn  des  Ham'att  von  Jaf'än  etc.  .  .  .
stiftete  und  baute  und  weihte  dem  'Attar  von  Qabd"  die
Warte  (?)  Tin'am,  deren  Vorderseite  wohlgeformt  war  aus
Holz  und  Balken,  von  den  Grundfesten  bis  zu  den  Spähluken ­
  (oder:  Consolen)  und  deren  Schutzwehr  aus  Steinen;
alle  Wachthäuser  zwischen  den  beiden  Thürmen  Sarbän
und  Lab’än  Bei  'Attar  des  Ostens  und  'Attar
von  Qabd  bei  Wadd m  und  Nikrah“  und  bei  'Attar  von
Juhriq  und  bei  der  Göttin  von  Nasq“  und  den  Göttern
von  Ma'in  und  Jatil  und  bei  'Abjada'  Jati',  König  von
Ma'in  .  .  J,
so  geht  daraus  hervor,  dass  unter  dem  König'Abjada'  Jati',
welcher  der  zweiten  Gruppe  angehört,  die  beiden  Thürme
Lab’än  und  Sarbän  schon  längst  erbaut  waren,  zugleich  aber
auch,  dass  die  Könige  der  Gruppe  I  vor  denen  der  Gruppe  n
regiert  haben  müssen.
Die  Könige  der  dritten  Gruppe  halte  ich  desswegen  als
der  spätesten  Zeit  der  minäischen  Geschichte  angehörig,  weil
keiner  von  ihnen  in  den  Inschriften  des  alten  Ma'in  vorkommt.
Der  späteren  Forschung  muss  es  überlassen  bleiben  diese
Königslisten  zu  ergänzen  und  zu  verbessern.  Neu  aufzufindende
Inschriften  und  insbesondere  Münzen,  die  jetzt  in  grosser  Zahl
auftauchen,  dürften  weitere  Aufschlüsse  gewähren.  So  viel  steht
aber  schon  jetzt  fest,  dass  die  Minäer  der  klassischen  Schriftsteller ­
  kein  anderes  Volk  sein  können,  als  die  Einwohner  von
Ma'in  und  der  damit  verbundenen  Städte;  denn  es  wäre  geradezu ­
  beispiellos,  dass  ein  Volk,  welches  nachweisbar  26  Herrscher ­
  hatte,  die,  wie  aus  den  öfter  sich  wiederholenden  Namen
und  Beinamen  hervorgeht,  einer  grossen  Dynastie  angehört
            
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