Die Bargen und Schlösser Südarabiens nach dem Iklil des Hamdäni. II. 1001
das alle diese Begriffe determinirt, was jedoch hier ausgeschlossen
ist.
Man wird es also natürlich finden, dass ich diese Inschriften,
solange meine Bedenken nicht beseitigt sind, als nicht
vorhanden betrachten werde.
Iiiiutau und NaSq.
,Rautän gehört zu den Burgen Jemens und liegt zwischen
dem Gauf und Ma’rib, niedriger als Himd (Var. Hamid). 1 Es
ist eine mächtige Burg, aus Steiublöcken erbaut, deren Umfang
je 12 Spannen beträgt. 2 Die Burg gehörte früher dem Geschlechte
der Nasq, das von Bakil abstammt; sie (die Nasq)
wunderten aber aus, nachdem die beiden Stammesabtheilungen,
Dü-l-Giräb und Jamgud, sich von einander trennten, und zogen
nach 'Amrän im Gauf. Darüber sagt ein Dichter der Banü-Nasq
also:
Es hat erfüllt seinen Wunsch der Nasqite zur Zeit des Tobba'
in Rautän, wo sich seiner Auszeichnung Denkmäler befinden.
Mit dem Speere hat er den Gauf al-Mahura geschützt, der wohl vertlieidigt ist;
die Grossen aus dem Stamme Bakil waren seine Ahnen.
Ihm gehört Arhab, und der Stamm Arhab besteht aus Fürsten,
’Amir und Nihm und Schäkir, (Helden) im Kampfe.
Abgehalten hat er Madhig von ihm (dem Gauf) — und das sind nun die Ueberreste,
in Hailän weint Juhäbir und trauert wie ein Fremdling. 1
An einer andern Stelle 3 theilt Hamdäni über die Nasq
Folgendes mit:
,Nasq ibn 'Amr zeugte Babi'a und Jamgud und Du-1-Girab
und Taur du Samir, lauter edle Geschlechter. Sie waren
Könige, und ihnen gehörten die Burgen Rautän, as-Saudä,
al-Baidä und 'Amrän in dem Gauf.
Es erzählte mir Muhammad ibn 'Isa al-Kubäri von Ibrahim
ibn abi-l-Gahm aus dem Stamme Nasq:
Von den Nasq wohnten zwei Stämme, Jamgud und
Du-l-Giräb, in Rautän im untern Gauf; sie hatten zwei
1 Nach Gazirat al 'Arab 206 ein Ort im untern Gauf.
2 Diese Stelle ist im Texte sehr dunkel, vielleicht verderbt.
3 Iklil, 10. Buch, S. 79, zum Theil auch angeführt Neswän Sams al-'Ulüm
I, 270 b , m. s. v. ^