TJeber die grossen Seuchen des Orients nach arabischen Quellen.
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geboren, ein intelligenter Mann, gab über die Sanitätsverhältnisse
des Distriktes folgende Mittbeilungen:
Seit fünfunddreissig bis vierzig Jahren tritt alle zwei bis
drei Jahre in einigen Dörfern des Districtes eine Krankheit
auf, die sich jedoch nicht weiter als auf fünf bis sechs Stunden
Entfernung ausdehnt; ein einziges Mal war sie heftiger, verbreitete
sich über mehrere Dörfer des Districtes Beny She'ir
und raffte Viele dahin, die Alle während der Krankheit Anschwellungen
in den Leisten, Achselhöhlen und am Halse
hatten, während am Körper manchmal, aber nicht immer,
schwarze und rothe Flecken sich zeigten.
In diesem Jahre war die Krankheit von einem Manne,
Namens Ahmed, nach Namasse gebracht worden, welcher von
Zeit zu Zeit nach dem vier Stunden entlegenen Dorfe Halabe
sich begab, um Kaffee, Zeuge und andere Artikel zu verkaufen.
In den ersten Tagen des März kehrte er krank von dort nach
Namasse zurück. Er hatte Anschwellungen in den Leisten
und starb nach wenigen Tagen, ebenso wie seine beiden kleinen
Brüder 'Ysä und 'Omar und deren Mutter, Alle mit denselben
Symptomen.
Unterdessen trat die Krankheit in dem Hause des Scheichs
Fäik auf, er, sein Sohn Nasir, siebzehn Jahre alt, und andere
Personen erkrankten, acht von ihnen starben, während nur
zwei genasen. Einige der Kranken hatten Bubonen und Petechien,
Kopfschmerzen, heftiges Fieber, brennenden Durst; Nasir
delirirte, ass nichts und zerriss alles, was ihm unter die Hand
kam. Scheich Fäik selbst verspürte im Anbeginn der Krankheit
durch einige Stunden grosse Kälte, verlor dann vollständig
das Bewusstsein und erst am sechsten Tage öffnete er wieder
die Augen mit dem Gefühl der Wärme und des Schmerzes in
den Leisten, in den Gelenken und in der Brust (thorax); die
Schmerzen kamen von den Beulen, in der Grösse einer Nuss,
die sich in den Leisten gebildet hatten; er litt an Durst,
Appetitlosigkeit. Acht Tage später öffneten sich die Beulen
und die Narben, welche sie zurückgelassen hatten, wurden von
Dr. Nury untersucht. Erst nach vierzig Tagen konnte er seiner
gewöhnlichen Beschäftigung nachgehen.
Der Soldat Ahmed, dreiundzwanzig Jahre alt, erkrankte
mit Kopfschmerzen, heftigem Fieber, Durst, gastrischen Be-