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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 96. Band, (Jahrgang 1880)

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Tomaschek.

dieses  Gebrauches  statt,  so  kann  sak  (wofür  wilder ­
  Analogie  zufolge  lieber  sak  erwartet  batten)
nur  aus  spak,  *  sväka  entstanden  sein,  mit  Einbusse ­
  des  p,  wie  in  w.  sac  ,Hund',  pers.  sag,
aus  baktr.  cpaka,  während  der  gen.  spa  den  zu
Grunde  liegenden  Stamm  bewahrt  bat;  -ist  ist
Pluralsufiix.  ■—  Das  s  des  Pluralstammes  der
zweiten  Person  ist  wohl  nur  Affrieation  von  th
in  dem  baktr.  Thema  thwa  (pärs.  thö,  bal.  thau);
dass  aber  das  Thema  der  Einzahl  auch  für  die
Mehrzahl  zur  Verwendung  gelangt,  darf  uns  nach
der  Analogie  der  Schwesterdialekte  nicht  wundern.
,ich'  s.  wuz,  s.  waz,  cas.  obl.  mu;
,wir'  s.  s.  ma-s,  cas.  obl.  s.  mas,  s.  mas-ew.
,du'  s.  tu,  s.  tao,  cas.  obl.  s.  tu,  s.  tü;
,ihr'  s.  tamä,  s.  tamä-ä,  cas.  obl.  s.  tamäs-ew.
In  w.  s.  wuz  ist  u  aus  a  verdumpft,  vgl.  s.  waz;  der
Vorschlag  w  aller  dieser  Formen  findet  sich  auch
sonst  häufig,  z.  B.  s.  wuwd  ,sieben'  aus  awd;
baktr.  azem,  os.  az,  (tag.)  äz,  kurd.  ez  hat  bekanntlich ­
  in  der  neupersischen  Schriftsprache
keinen  Vertreter,  wohl  aber  in  den  Volksdialekten,
z.  B.  barakai  az  (,ich  bin'  az  yum).  Das  Thema
der  Einzahl  ma  erscheint  gleichfalls  zu  mu  verdumpft
  und  dient,  wenngleich  auch  Verkürzung
aus  *ama  (baktr.  ahma)  angenommen  werden
könnte,  überraschender  Weise,  wie  die  analogen
Formen  der  zweiten  Person  beweisen,  zur  Bildung
der  Mehrzahl,  deren  Charakter  -s  für  einen  Ueberrest
  des  alten  Suffixes  -sma  gelten  darf,  von  dem
sich  sogar  in  den  nordischen  Sprachen  einige
(entlehnte)  Spuren  vorfinden,  z.  B.  mordw.  (moks.)
sembä  ,alle‘,  cerem.  -samyc  suff.  pl.,  wogul.
sumen  ,all,  ganz';  für  ma-s  darf  Länge  des  a
vermuthet  werden,  da  sich  der  Vocal  in  allen
Dialekten  rein  und  unverdunkelt  erhalten  hat;
diese  Länge  ist  offenbar  Ersatz  eines  geschwundenen ­
  Nasals,  der  das  m  des  Affixes  ersetzt
haben  mochte,  wie  n  in  lit.  (zem.)  muns-,  oder,
            
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