Centralasiatische Studien.
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übernommen, und so erklärt sich die vigesimale
Zählmethode bei den Käfir’s, deren Erscheinung
sich Trumpp nicht recht hatte erklären können.
IV.
Die Pronomina.
Auch hier lernen wir bedeutende Unterschiede vom Neupersischen,
ja durchaus originelle Erscheinungen kennen, die
wir in den alten Sprachen und allen modernen Idiomen vergeblich
suchen. Wir betrachten zunächst das ,ich' und ,du' im
Wakhi, weil dieser Dialekt für beide Personen ziemlich abweichende
Ausdrücke besitzt.
,ich' w. wuz, gen. züi, cas. obl. ma (dat. ma-r, loc. ma-z);
,wir' säk-ist, gen. spa, cas. obl. sak.
,du‘ w. tu, gen. tüi, cas. obl. tao (dat. ta-r);
,ihr' säw-ist, säist, gen. saw, cas. obl. saw.
Auffallend ist der gen. züi, wofür wir müi (bal.
mäz. ml aus ma-ya) erwartet hätten, und der den
Anschein hat, als ob er von der verstümmelten
Form za (afgh. zah) des nom. wuz, *az mit Zuthat
der Idhäfat gebildet worden wäre; wahrscheinlicher
ist aber züi aus süi entstanden, und
sü, *sa mit der Form des gen. pl. spa identisch.
Ueber das Postfix -z des loc. ma-ä (instrum.
maz-an, accus, ä-maz) werden wir im folgenden
Abschnitte handeln. — Der Stamm der Mehrheit
sak mit dem gen. spa ist offenbar ein Surrogat
für beseitigte alte Formen (baktr. ahma, ahmäka).
In der Sprache des Nachbarlandes Citräl wird
für ,wir‘ ispä . öikk ,(wir) selbst alle' gesagt, entsprechend
dem freien, auf alle Personen ausgedehnten
Gebrauche von skr. sva, baktr. hva
,selbst'; ispä, mit eranisch anmuthendem Uebergange
von v zu p, vertritt nämlich in dieser
Sprache das indische sva genau so, wie z. B.
ispäsar ,Schwester' indischem svasar entspricht.
Fand nun von Seite des Wakhi Entlehnung
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