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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 96. Band, (Jahrgang 1880)

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T  o  m  a  s  c  h  e  k.

thümliche  Bezeichnungen  werden  erhalten  haben;
die  einfacheren  Formen  magh,  mao,  mai  erinnern
an  armen,  mäq'i,Schaf',  skr.  meka  ,Bock‘,  baktr.
maekant  ,beträufelnd',  (gr.  ;  Pott  (II,  3,
Nr.  512,  HI,  Nr.  1448)  erkennt  in  baktr.  maesa,
skr.  inesa  ,Widder,  Schafbock',  die  Wurzel  migh,
skr.  mih  ,beträufeln,  Samen  oder  Urin  lassen',
welche  auch  die  Nebenformen  magh  und  mik  besessen ­
  haben  dürfte;  Grundform  *maghisa  (maikhsa)
  mit  demselben  nicht  zur  Wurzel  gehörigen
Ausgange,  wie  in  mahisa,Büffel'  tavisa,kräftig'  u.  a.
Die  volleren  Formen  maul,  mäghig  haben  also
vor  baktr.  maesa  das  voraus,  dass  sie  den  stammhaften ­
  Guttural  bewahren,  der  Ausgang  -ig  (statt
-is)  gehört  der  türkisirenden  Aussprache  an,  in
maul  dagegen  sehen  wir  den  Uebergang  des  cerebralen ­
  s  (aus  khs)  zu  1  (s.  die  Lautgesetze),  und
den  Diphthong  au,  ao  hat  der  Ausfall  des  Gutturals
erzeugt.  Vgl.  noch  pers.  mis,  mes,  zaza  myesna
(vgl.  baktr.  maesina,  maesini,  pers.  türk,  mesln,
ngr.  [tsci'vc  ,zum  Schaf  gehörig,  besonders  Schaffell'), ­
  afgh.  maz',  mez',  f.  mez'ah,  bal.  mais.  Altes
Lehngut  ist  auch  im  nördlichen  Ural  syrj.  mez
,Hammel'.
,männliches  Schaf'  w.  ghös-mäi,  s.  nier-mäul,  s.  mäghig:
pers.  nar-mes.
,weibliches  Schaf'  w.  strei-mäi,  s.  stir-mäul:  s.  u.  ,Familie'.
,kl  ein  er  Schaf  bock,  besonders  im  wilden  Zustand'  s.  mesak:
dim.  v.  pers.  mes,  also  Lehnwort.
,ausgewachsenes  männliches  Schaf,  Zuchtwidder'  s.  yirk:
aus  *yäirika  ,Jährling'  (pers.  herak  ,Zickel'),  von
baktr.  yäre  .Jahr',  yäirya  ,Jahres-'  (entlehnt
wotj.  ar  ,Jahr‘,  ares  ,-jährig',  z.  B.  das-ares  zehnjährig'). ­
  Slawische  Ableitungen  von  yart  ,Frühling' ­
  hei  Miklosich,  Lex.  S.  1146  b,  z.  B.  russ.
yarka;  suom.  yäärä  ,Widder',  aus  lett.  yers,  lit.
eris.
,Widder'  w.  warr,  s.  wiern:  skr.  urana  (aus  *varana),  von
ura  (*vara)  ,Wolle,  Vliess';  sonst  vertreten?  in
            
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