766
T o m a s c h e k.
thümliche Bezeichnungen werden erhalten haben;
die einfacheren Formen magh, mao, mai erinnern
an armen, mäq'i,Schaf', skr. meka ,Bock‘, baktr.
maekant ,beträufelnd', (gr. ; Pott (II, 3,
Nr. 512, HI, Nr. 1448) erkennt in baktr. maesa,
skr. inesa ,Widder, Schafbock', die Wurzel migh,
skr. mih ,beträufeln, Samen oder Urin lassen',
welche auch die Nebenformen magh und mik besessen
haben dürfte; Grundform *maghisa (maikhsa)
mit demselben nicht zur Wurzel gehörigen
Ausgange, wie in mahisa,Büffel' tavisa,kräftig' u. a.
Die volleren Formen maul, mäghig haben also
vor baktr. maesa das voraus, dass sie den stammhaften
Guttural bewahren, der Ausgang -ig (statt
-is) gehört der türkisirenden Aussprache an, in
maul dagegen sehen wir den Uebergang des cerebralen
s (aus khs) zu 1 (s. die Lautgesetze), und
den Diphthong au, ao hat der Ausfall des Gutturals
erzeugt. Vgl. noch pers. mis, mes, zaza myesna
(vgl. baktr. maesina, maesini, pers. türk, mesln,
ngr. [tsci'vc ,zum Schaf gehörig, besonders Schaffell'),
afgh. maz', mez', f. mez'ah, bal. mais. Altes
Lehngut ist auch im nördlichen Ural syrj. mez
,Hammel'.
,männliches Schaf' w. ghös-mäi, s. nier-mäul, s. mäghig:
pers. nar-mes.
,weibliches Schaf' w. strei-mäi, s. stir-mäul: s. u. ,Familie'.
,kl ein er Schaf bock, besonders im wilden Zustand' s. mesak:
dim. v. pers. mes, also Lehnwort.
,ausgewachsenes männliches Schaf, Zuchtwidder' s. yirk:
aus *yäirika ,Jährling' (pers. herak ,Zickel'), von
baktr. yäre .Jahr', yäirya ,Jahres-' (entlehnt
wotj. ar ,Jahr‘, ares ,-jährig', z. B. das-ares zehnjährig').
Slawische Ableitungen von yart ,Frühling'
hei Miklosich, Lex. S. 1146 b, z. B. russ.
yarka; suom. yäärä ,Widder', aus lett. yers, lit.
eris.
,Widder' w. warr, s. wiern: skr. urana (aus *varana), von
ura (*vara) ,Wolle, Vliess'; sonst vertreten? in