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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 96. Band, (Jahrgang 1880)

Centralasiatische  Studien.

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versuch,  und  wir  hoffen,  dass  so  ausgezeichnete  Kenner  der
eranischen  Sprachen,  wie  Spiegel,  Justi,  Fr.  Müller,  Lerch,
P.  de  Lagarde,  Hübschmann,  unsere  Darlegungen  vervollständigen, ­
  berichtigen  und  dem  erwünschten  Abschlüsse  nahe  bringen
werden.  Da  wir  bei  unserer  Arbeit  nicht  ausschliesslich  die
linguistische  oder  grammatische  Seite  vor  Augen  haben,  sondern ­
  auch  für  die  Völkerpsychologie,  Culturgeschichte  und  Ethnogenie
  manches  Neue  zu  gewinnen  die  Absicht  haben,  so  ziehen
wir  es  vor,  statt  der  alphabetischen  die  stoffliche,  nach  den
wichtigsten  Begriffssphären  gesonderte  Anordnung  zu  befolgen.
Bei  den  sprachlichen  Vergleichen  beschränken  wir  uns  nicht
auf  die  eranischen  Dialekte,  sondern  ziehen  auch  die  nordischen ­
  Sprachen,  namentlich  die  permische  Gruppe  herbei,  weil
es  für  uns  feststeht,  dass,  bevor  Hunno-Bulgaren  und  andere
türkische  Stämme  aus  Türldstan  nach  dem  Westen  gezogen
waren  und  sich  zwischen  die  Ugro-Finnen  und  die  Eranier  als
mächtiger,  nicht  mehr  verrückbarer  Keil  eingeschoben  hatten,
eranische  oder  den  Eraniern  sehr  nahe  stehende  Nomadenstämme ­
  nicht  nur  im  Du-äb,  sondern  auch  an  der  Nordseite
des  Pontus  und  Kaukasus,  in  den  Wolgasteppen  und  im  südlichen ­
  Ural  weithin  verbreitet  waren,  und  dass  zwischen  diesen
Eraniern  und  den  Ugro-Finnen  mannigfache  Wechselbeziehungen
bestanden  haben;  namentlich  das  Dasein  der  Skoloten,  sowie
der  Alanen,  welche  aus  mehrfachen  Gründen  für  die  Vorfahren
der  heutigen  Oseten  zu  gelten  haben,  kann  nicht  ohne  Rückwirkung ­
  auf  die  nordische  Völkerwelt  und  deren  Sprachen  geblieben ­
  sein;  anderseits  darf  der  Culturzustand  der  ugro-finnischen
  Stämme  nicht  für  so  niedrig  veranschlagt  werden,  dass
nicht  manche  Anregung  auch  von  dieser  Seite  auf  die  eranischen ­
  Nomaden,  zumal  die  Saken,  hätten  ausgehen  können.
Dass  wir  hie  und  da  auch  die  türkischen  Dialekte,  ferner  das
Khagünah  und  die  Sprache  Ttibets,  sowie  endlich  die  präkritischen ­
  Dialekte  von  Käfiristän  und  Dardistän  berücksichtigen,
bedarf  nicht  weiterer  Entschuldigung.
1.  Himmel  und  Erde.
,Himmel 1  sangl.  ming.  asma,  w.  s.  äsmän,  s.  äsmän:  baktr.
aQman,  acma,  neupers.  äsmän,  täl.  ösmön,  zaza
48*
            
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