Centralasiatische Studien.
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entsteht auch sehr häufig aus u, ü, z. B. dhlr ,fern‘, dlilt ,Rauch',
gx (pers. guh) ,excrementa', bis ,Nebel' (türk, bus, biis), pitk
,verfault' (s. pudhg, pahl. putak), dhltsam ,ich melke' (s. dhauzam);
demnach kann i auch den Diphthong au vertreten, z. B.
klk ,■wilder Hund' (s. kaug, skr. koka), kibit ,Taube' (s. cabaud,
skr. kapota), eil ,Tuch' (s. tsaul, skr. cola). Sehr häufig
ist prosthetisches y, z. B. yangl ,Finger', yurm ,Arin', yaslt
,Thräne', yüng ,unreif, roh'; und diese Prosthese finden wir,
wie im Mungi, auch in Wörtern, die eine starke Umstellung
erfahren haben, z. B. yark ,Werk, Geschäft' (s. kar), yürk
,Gerste, Korn', yazam ,gigno' (s. zayam); Metathese ist in khurs
,Schwiegervater' (s. khasur), fuks ,Schlange' (s. tafüsk), pazdanam
,cognosco' (s. padzänam) ersichtlich, dagegen bewahrt sökr
,roth' die ursprüngliche Consonantenfolge. Prosthetischen Werth
besitzt auch w, z. B. in wuz ,ich', wuö ,hoch' (baktr. ucka),
worz ,lang' (baktr. erezu), wesk ,trocken' (baktr. huska), wuö
,Pfeil'. Consonantenhäufungen, welchen das Neupersische nach
Möglichkeit ausweicht, sind in hohem Grade vertreten; vgl. trui
,drei', trang ,schnüren', pric ,Wurm‘, spragh ,Blume', bram
,aufschreien', wrüt ,Bruder', wroks ,ovis Poli', druks ,Zuchtrind,
junger Stier', dröst ,Aermel', namurzg ,Rechen, Besen';
in zütr ,Wollfaden', tsütr ,Spule', wundr ,Erde', sundr ,heiss' u. a.
ist der Schlussvocal abgefallen; in dgör ,Fingernagel', tqi ,voll'
ist der Stammvocal eliminirt worden. Sehr häufig sind die anlautenden
Gruppen sk (z. B. skön junger Hund', skidli ,Mütze',
skord ,Steg‘), sk (z. B. skupn ,Schlinge', skön ,brechen'), zk
(z. B. zkük ,Grube, Brunnen'), st (z. B. stakh ,Schwiegertochter',
sto ,loben'), st (z. B. stik ,Scherz'), str (z. B. strakh
,anstossen', ströf ,niesen'), sp (z. B. spundr ,Pflug', spardheng
,Floh‘), sp (z.B. spak ,Fruchtschale', raspük ,Weberschiffchen'),
ps (z. B. psln ,Fleck'); im Aus- und Inlaut begegnet oft die
Gruppe glrd (z. B. naghd ,Nacht', taghd ,scharf', taghdam ,ich
ging'). Daneben sind auch Consonantenverschleifungen und
Assimilationen im Schwange; so bildet sich s aus der Lautgruppe
gr (z. B. sung ,Hüfte', yask ,Thräne‘; ähnlich wagak
aus vazraka), ferner aus gp (z. B. yas ,Pferd' u. a., isn ,Eisen'
neben s. spin) und aus cy (z. B. su ,schwarz' aus cyava); vgl.
auch ghös ,Männchen' (aus gusn), warr ,Widder' (s. wiern).
Im Anlaut findet sich einigemale b als Rest der Lautgruppe dv,