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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 96. Band, (Jahrgang 1880)

Centralasiatische  Studien.

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entsteht  auch  sehr  häufig  aus  u,  ü,  z.  B.  dhlr  ,fern‘,  dlilt  ,Rauch',
gx  (pers.  guh)  ,excrementa',  bis  ,Nebel'  (türk,  bus,  biis),  pitk
,verfault'  (s.  pudhg,  pahl.  putak),  dhltsam  ,ich  melke'  (s.  dhauzam);
  demnach  kann  i  auch  den  Diphthong  au  vertreten,  z.  B.
klk  ,■wilder  Hund'  (s.  kaug,  skr.  koka),  kibit  ,Taube'  (s.  cabaud,
  skr.  kapota),  eil  ,Tuch'  (s.  tsaul,  skr.  cola).  Sehr  häufig
ist  prosthetisches  y,  z.  B.  yangl  ,Finger',  yurm  ,Arin',  yaslt
,Thräne',  yüng  ,unreif,  roh';  und  diese  Prosthese  finden  wir,
wie  im  Mungi,  auch  in  Wörtern,  die  eine  starke  Umstellung
erfahren  haben,  z.  B.  yark  ,Werk,  Geschäft'  (s.  kar),  yürk
,Gerste,  Korn',  yazam  ,gigno'  (s.  zayam);  Metathese  ist  in  khurs
,Schwiegervater'  (s.  khasur),  fuks  ,Schlange'  (s.  tafüsk),  pazdanam
  ,cognosco'  (s.  padzänam)  ersichtlich,  dagegen  bewahrt  sökr
,roth'  die  ursprüngliche  Consonantenfolge.  Prosthetischen  Werth
besitzt  auch  w,  z.  B.  in  wuz  ,ich',  wuö  ,hoch'  (baktr.  ucka),
worz  ,lang'  (baktr.  erezu),  wesk  ,trocken'  (baktr.  huska),  wuö
,Pfeil'.  Consonantenhäufungen,  welchen  das  Neupersische  nach
Möglichkeit  ausweicht,  sind  in  hohem  Grade  vertreten;  vgl.  trui
,drei',  trang  ,schnüren',  pric  ,Wurm‘,  spragh  ,Blume',  bram
,aufschreien',  wrüt  ,Bruder',  wroks  ,ovis  Poli',  druks  ,Zuchtrind, ­
  junger  Stier',  dröst  ,Aermel',  namurzg  ,Rechen,  Besen';
in  zütr  ,Wollfaden',  tsütr  ,Spule',  wundr  ,Erde',  sundr  ,heiss'  u.  a.
ist  der  Schlussvocal  abgefallen;  in  dgör  ,Fingernagel',  tqi  ,voll'
ist  der  Stammvocal  eliminirt  worden.  Sehr  häufig  sind  die  anlautenden ­
  Gruppen  sk  (z.  B.  skön  junger  Hund',  skidli  ,Mütze',
skord  ,Steg‘),  sk  (z.  B.  skupn  ,Schlinge',  skön  ,brechen'),  zk
(z.  B.  zkük  ,Grube,  Brunnen'),  st  (z.  B.  stakh  ,Schwiegertochter', ­
  sto  ,loben'),  st  (z.  B.  stik  ,Scherz'),  str  (z.  B.  strakh
,anstossen',  ströf  ,niesen'),  sp  (z.  B.  spundr  ,Pflug',  spardheng
,Floh‘),  sp  (z.B.  spak  ,Fruchtschale',  raspük  ,Weberschiffchen'),
ps  (z.  B.  psln  ,Fleck');  im  Aus-  und  Inlaut  begegnet  oft  die
Gruppe  glrd  (z.  B.  naghd  ,Nacht',  taghd  ,scharf',  taghdam  ,ich
ging').  Daneben  sind  auch  Consonantenverschleifungen  und
Assimilationen  im  Schwange;  so  bildet  sich  s  aus  der  Lautgruppe ­
  gr  (z.  B.  sung  ,Hüfte',  yask  ,Thräne‘;  ähnlich  wagak
aus  vazraka),  ferner  aus  gp  (z.  B.  yas  ,Pferd'  u.  a.,  isn  ,Eisen'
neben  s.  spin)  und  aus  cy  (z.  B.  su  ,schwarz'  aus  cyava);  vgl.
auch  ghös  ,Männchen'  (aus  gusn),  warr  ,Widder'  (s.  wiern).
Im  Anlaut  findet  sich  einigemale  b  als  Rest  der  Lautgruppe  dv,
            
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