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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 96. Band, (Jahrgang 1880)

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Tomaachek.

eigen,  ergibt  sich,  wie  gesagt,  aus  den  Lautgesetzen.  Die  indische ­
  Lautgruppe  sv  ist  stets  durch  kh  vertreten,  vgl.  khü
(gen.  klpii)  ,selbst',  kfpii  ,Schwester',  klpl  ,Schweiss',  kfiüp
,schlafen',  klpüfs  ,schlummern',  klian  ,reden';  dem  ind.  s  entspricht ­
  h,  z.  B.  hüb  ,sieben',  oder  es  treten  nach  Schwund  des
Hauchlautes  unorganische  Ansätze  ein,  z.  B.  wesk  ,trocken',
während  sich  im  Auslaut  der  Hauch  gern  zu  kh  verdichtet,
z.  B.  kokh  ,Husten',  akh  ,Auswurf';  der  Anlaut  cv  tritt  in  der
Gestalt  sp  auf,  meist  hat  sich  jedoch  daraus  durch  Assimilation
s  entwickelt,  z.  B.  yas  ,Pferd',  sac  ,Hund',  sis  ,Laus‘;  für  ind.  h
endlich  findet  sich  überall  die  eranisclie  Vertretung  z,  z.  B.
yez  ,gestern',  zam  ,Schnee',  zard  ,gelb'.  Andere  Lauteigenthümlichkeiten
  sind  folgende.  Ursprüngliches  a  geht  häufig  in  u,  ü
über,  z.  B.  in  wuz  ,ich',  yunn  ,Arm',  yupk  (neben  yapak)
,Wasser',  mui  ,Monat',  khun  ,Haus',  sub  ,Nacht',  wus  ,Gras',
tugh  ,Ziege',  khur  ,Esel',  mutr  ,Zauberformel'  (baktr.  mäthra),
wur,  wür  ,Regen 1 ,  wür  ,Last',  sür  ,kalt‘,  tsütr  ,Spindel',  püdh
,Fuss',  nadhiin  ,Degenscheide',  pödhün  ,Sattel',  wüfam  ,ich  webe',
nawuzam  ,ich  steige  auf';  in  Verbalformen  ist  dabei  ein  gewisses ­
  Streben  nach  Vocalharmonie  ersichtlich,  vgl.  pütmüyam
,ich  befehle'  (aus  patmäyam),  pütrüinam  ,ich  bringe  zur  Ruhe'
(aus  paträmam),  pixtrüzam  ,ich  lehne  mich  an'  (s.  padräzam),
neben  Formen,  welche  das  a  im  Stamm  und  in  der  Praepositio
wieder  hervortreten  lassen,  patramdam  ,ich  brachte  zur  Ruhe',
patrazdam  ,ich  lehnte  mich  an'.  Seltener  ist  der  Eintritt  von  a
für  ursprüngliches  u,  z.  B.  in  dhagd  ,Tochter',  daghöw  ,Molkenwasser', ­
  pamagdam  ,ich  legte  an'  (baktr.  paitimuc).  Wie  ü  ist
auch  ö  häufig  und  vertritt  a,  u,  i,  z.  B.  körk  ,Hahn',  pöcam
,ich  koche'  (neben  caus.  patsiiwam),  dröwam  ,ich  nähe',  pöst
,Mehl  aus  geröstetem  Korn'  (pahl.  pist),  pötr  ,Sohn',  möst,Faust'.
Diphthonge  sind  nicht  im  Gebrauch,  sie  werden  wie  im  Neupersischen ­
  durch  einfache  Vocale  ersetzt,  und  zwar  au,  ao  durch
a,  u,  ü,  z.  B.  suz  (s.  sauz)  ,Brand,  Frostwind',  taghm  ,Same',
kiik,  kik  ,wilder  Hund';  ai  durch  a,  z.  B.  zard  ,gelb'  (s.  zird),
ghar  ,Berg,  Fels,  Stein'  (s.  gir),  madh  ,Mitte,  Taille'  (s.  midh);
ae,  altpers.  ai,  durch  I,  wofür  im  Sariqoli  meist  ei  eintritt,  z.  B.
Iw  ,ein‘,  igln  ,Filz'  (s.  gern),  llw  ,Dämon',  dlwäl  ,Mauer 1  (s.  deiwül),
  dig  ,Kessel'  (s.  deig),  ldps  ,Verwandtschaft'  (s.  kher/J,
blz  ,Sieb'  (s.  beiz),  wlnam  ,ich  sehe'  (s.  weinam).  Langes  i
            
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