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Tomaachek.
eigen, ergibt sich, wie gesagt, aus den Lautgesetzen. Die indische
Lautgruppe sv ist stets durch kh vertreten, vgl. khü
(gen. klpii) ,selbst', kfpii ,Schwester', klpl ,Schweiss', kfiüp
,schlafen', klpüfs ,schlummern', klian ,reden'; dem ind. s entspricht
h, z. B. hüb ,sieben', oder es treten nach Schwund des
Hauchlautes unorganische Ansätze ein, z. B. wesk ,trocken',
während sich im Auslaut der Hauch gern zu kh verdichtet,
z. B. kokh ,Husten', akh ,Auswurf'; der Anlaut cv tritt in der
Gestalt sp auf, meist hat sich jedoch daraus durch Assimilation
s entwickelt, z. B. yas ,Pferd', sac ,Hund', sis ,Laus‘; für ind. h
endlich findet sich überall die eranisclie Vertretung z, z. B.
yez ,gestern', zam ,Schnee', zard ,gelb'. Andere Lauteigenthümlichkeiten
sind folgende. Ursprüngliches a geht häufig in u, ü
über, z. B. in wuz ,ich', yunn ,Arm', yupk (neben yapak)
,Wasser', mui ,Monat', khun ,Haus', sub ,Nacht', wus ,Gras',
tugh ,Ziege', khur ,Esel', mutr ,Zauberformel' (baktr. mäthra),
wur, wür ,Regen 1 , wür ,Last', sür ,kalt‘, tsütr ,Spindel', püdh
,Fuss', nadhiin ,Degenscheide', pödhün ,Sattel', wüfam ,ich webe',
nawuzam ,ich steige auf'; in Verbalformen ist dabei ein gewisses
Streben nach Vocalharmonie ersichtlich, vgl. pütmüyam
,ich befehle' (aus patmäyam), pütrüinam ,ich bringe zur Ruhe'
(aus paträmam), pixtrüzam ,ich lehne mich an' (s. padräzam),
neben Formen, welche das a im Stamm und in der Praepositio
wieder hervortreten lassen, patramdam ,ich brachte zur Ruhe',
patrazdam ,ich lehnte mich an'. Seltener ist der Eintritt von a
für ursprüngliches u, z. B. in dhagd ,Tochter', daghöw ,Molkenwasser',
pamagdam ,ich legte an' (baktr. paitimuc). Wie ü ist
auch ö häufig und vertritt a, u, i, z. B. körk ,Hahn', pöcam
,ich koche' (neben caus. patsiiwam), dröwam ,ich nähe', pöst
,Mehl aus geröstetem Korn' (pahl. pist), pötr ,Sohn', möst,Faust'.
Diphthonge sind nicht im Gebrauch, sie werden wie im Neupersischen
durch einfache Vocale ersetzt, und zwar au, ao durch
a, u, ü, z. B. suz (s. sauz) ,Brand, Frostwind', taghm ,Same',
kiik, kik ,wilder Hund'; ai durch a, z. B. zard ,gelb' (s. zird),
ghar ,Berg, Fels, Stein' (s. gir), madh ,Mitte, Taille' (s. midh);
ae, altpers. ai, durch I, wofür im Sariqoli meist ei eintritt, z. B.
Iw ,ein‘, igln ,Filz' (s. gern), llw ,Dämon', dlwäl ,Mauer 1 (s. deiwül),
dig ,Kessel' (s. deig), ldps ,Verwandtschaft' (s. kher/J,
blz ,Sieb' (s. beiz), wlnam ,ich sehe' (s. weinam). Langes i