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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 96. Band, (Jahrgang 1880)

Die  handschriftliche  Ueberlieferung  des  Victor  von  Vita.

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die  sieben  Märtyrer  aus  dem  Kerker  hervor  zum  Tode  geführt
werden  (§.  10).  —  §.  15  eadem  höra  inlaesa  corpora  pelagus
litori  reddere  maturauit,  nec  ausum  fuit,  ut  moris  est,  triduana
dilatione  in  profundo  retinere.  Alle  Mss  lesen  ausum;  nur  in
B  ist  hinter  ausü  ein  f  radirt.  Die  älteste  Ueberlieferung  ist
also  ausus,  und  da  pelagus  oft  genug-  als  Masculinum  vorkommt,
ist  sie  vorzuziehen.  Kühner  (Gramm.  I,  S.  300)  weist  pelagum
an  zwei  Stellen  nach.  Bei  Jordan.  Get.  c.  1  liest  Closs  mit  den
älteren  Ausgaben  und  den  zwei  codd.  Palatin,  is  ipse  immensus
pelagus  und  citirt  aus  Paulin.  Petricord,  pelagum  fluctusque
petens.  Endlich  heisst  es  bei  Cassiodor.  Var.  VIII,  10  Cum
uentis  saeuientibus  furentem  pelagum  spuma  testaretur  undarum.

IV.  Abschnitt.
Die  Ueberlieferung  des  Liber  fidei  catholicae.
I.  Capitel.
Das  Verhältniss  des  cod.  Laudunensis  zu  den  Handschriften ­
  des  Victor. 1
Halm  hat  bei  der  Herstellung  des  Textes  im  Liber  fidei  vorwiegend ­
  den  Laudunensis  berücksichtigt  und  die  Handschriften
des  Victor  nur  da  herbeigezogen,  wo  mit  der  Lesart  des  Laudunensis ­
  nichts  anzufangen  war.  Er  bemerkt  über  diesen  cod.
(praef.  p.  IX):  Is  Uber  tanta  est  bonitate  atque  integritate,  ut
in  parte  quam  habet  nullum  omnino  uocahulum,  quod  in  alterutra
codicum  familia  scribarum  incuria  omissum  est,  in  eo  desideretur.
Mit  diesen  Worten  ist  aber  erst  eine  Seite  der  Frage  berührt,
ob  der  Laudunensis  auch  in  der  That  den  besseren  Text  biete.
Eine  Handschrift  kann  lückenlos  sein,  dafür  aber  einen  sehr
corrupten  Text  bieten;  sie  kann  ferner  eine  Ueberlieferung
repräsentiren,  die  sich  von  der  anderer  Mss  wesentlich  unter-1
  A  =  cod.  Laud.  113  a.  IX.
0  —  die  Handschriften  des  Victor.
            
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