Die handschriftliche Ueberlieferung des Victor von Vita.
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die sieben Märtyrer aus dem Kerker hervor zum Tode geführt
werden (§. 10). — §. 15 eadem höra inlaesa corpora pelagus
litori reddere maturauit, nec ausum fuit, ut moris est, triduana
dilatione in profundo retinere. Alle Mss lesen ausum; nur in
B ist hinter ausü ein f radirt. Die älteste Ueberlieferung ist
also ausus, und da pelagus oft genug- als Masculinum vorkommt,
ist sie vorzuziehen. Kühner (Gramm. I, S. 300) weist pelagum
an zwei Stellen nach. Bei Jordan. Get. c. 1 liest Closs mit den
älteren Ausgaben und den zwei codd. Palatin, is ipse immensus
pelagus und citirt aus Paulin. Petricord, pelagum fluctusque
petens. Endlich heisst es bei Cassiodor. Var. VIII, 10 Cum
uentis saeuientibus furentem pelagum spuma testaretur undarum.
IV. Abschnitt.
Die Ueberlieferung des Liber fidei catholicae.
I. Capitel.
Das Verhältniss des cod. Laudunensis zu den Handschriften
des Victor. 1
Halm hat bei der Herstellung des Textes im Liber fidei vorwiegend
den Laudunensis berücksichtigt und die Handschriften
des Victor nur da herbeigezogen, wo mit der Lesart des Laudunensis
nichts anzufangen war. Er bemerkt über diesen cod.
(praef. p. IX): Is Uber tanta est bonitate atque integritate, ut
in parte quam habet nullum omnino uocahulum, quod in alterutra
codicum familia scribarum incuria omissum est, in eo desideretur.
Mit diesen Worten ist aber erst eine Seite der Frage berührt,
ob der Laudunensis auch in der That den besseren Text biete.
Eine Handschrift kann lückenlos sein, dafür aber einen sehr
corrupten Text bieten; sie kann ferner eine Ueberlieferung
repräsentiren, die sich von der anderer Mss wesentlich unter-1
A = cod. Laud. 113 a. IX.
0 — die Handschriften des Victor.