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Petsehenig.
wollte imperio regio. Ich halte keines von beiden für passend
und bin überzeugt, dass impio aus impio entstand. Derselbe
Fehler findet sich in der Ueberschrift der Passio, wo in B
überliefert ist passio beatissimorum martyrum qui apud cartaginern
passi sunt sub imperio rege hunirico, d. h. natürlich sub
impio rege Hunirico. Zum Ausdrucke vgl. III, 16 rex impius,
III, 43 impius Huniricus.
III, 66 ist Thren. 2, 16 citirt: aperuerunt super me os
suum omnes inimici. mei, sibilauerunt et fremuerunt, dentibus, dixerunt:
deuorabimus eam. En ista est dies quam expectabamus.
B VCL a ß deuoranimus. Die Vulgata liest allerdings deuorabimus,
die LXX aber y.aTEiucfj.ev, und wir haben keinen Grund, die
Uebersetzung dieser Lesart zu verwerfen. ’
Zum Schlüsse mögen einige Bemerkungen zur Kritik der
Passio folgen. — §. 2 Cyrila quodam Arriomanitarum episcopo
ministro usus est. BV'R quendam, P quedamV 2 CM quondam,
aLb quodam. Zu schreiben ist quondam mit V' 1 CM, wie auch
Halm vermuthete. — §.5 donari praecepit. BVCMLb donare.
Da der blosse Infinitiv nach praecipere auch im guten Latein
nicht selten ist, folge ich der Mehrzahl der Handschriften. —
ebend. cibari eos panem Idcrimarum et potari eos in lacrimis in
mensura, aut forsitan sine mensuia. B F 1 Ca in mensüram. Die
Stelle ist aus Ps. 79, 6, wo die LXX bietet: sv ooty-puatv ev [j.ETpw.
Aber wenn Commodian. Instr. II, 17, 1 mit Bezug auf Tob. 2, 5
'ifcötöv tov apiov p.ou sv schreiben konnte cum dominus dicat,
in gemitum edere panem, dürfte auch hier die beste Ueberlieferung
Recht haben. — §.11 quando pro fide domini dei
nostvi perferimus praeparatum supplicium. Ba proferimur ad 2
V 1 proferimur, PR proferimus, rell. perferimus. Ein Blick auf
die Varianten zeigt, dass offenbar Ba das Richtige überliefert
haben; proferimur ad ist dazu noch viel bezeichnender, da ja
1 Statt en lesen B l 71 enon. Da die Würzburger Itala-Fragmente hier und
Thren. 3, 3 das griechische ttXtjv durch nam übersetzen, liegt die Vermuthung
nahe, dass enon aus enim verderbt ist. Die Stellung dieser
Partikel zu Anfang des Satzes rechtfertigt sich durch das der Itala überhaupt
eigene Streben nach möglichster Worttreue der Uebersetzung, sowie
durch die von Dräger, Hist. Synt. II, S. 160 aus Gellius und Apuleius
citirten Beispiele.
2 ad ist in B radirt, aber noch ganz deutlich lesbar.