Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 96. Band, (Jahrgang 1880)

Die  handschriftliche  Ueberliefernng  des  Victor  von  Vita.

671

vielmehr  (p.  84)  für  die  verlängerte  Form  von  satur  ansehen.
Derselbe  Name  findet  sich  bei  Victor  I,  48  ff.  und  wird  in
einer  Weise  gedeutet,  welche  Hoffmanns  Ansicht  wenigstens
für  die  afrikanischen  Inschriften  als  zweifellos  richtig  erscheinen
lässt.  Victor  sagt  nämlich  I,  49:  quia  non  Indigens,  sed  Saturus
  uocabatur,  saturatus  ab  ubertate  domus  dei.
o  =  u.  Brambach  bemerkt  S.  43:  ,incolumis,  nicht  incolomis‘.
  Dieses  Adjectiv  findet  sich  bei  Victor  nur  zweimal,
und  zwar  mit  folgender  Ueberliefernng:  I,  34  incolomes  BML,
incolumes  reib;  II,  11  incolomis  BVCML,  incolumis  aß.  Demnach ­
  las  der  Archetypus  von  a  sicher  incolomis.  Bei  Hoffmann
p.  23,  Möller  p.  41  findet  es  sich  nicht,  wohl  aber  Beispiele  wie
Uolcius  uoltus  colomnias;  Schuch.  II,  156  citirt  bicolomitatis.
u  =  i.  simila  nebst  weiteren  Bildungen  kommt  im  Ganzen
viermal  vor.  II,  19  similaginis  0,  I,  20  simulacius  B'b l ,  simulaginis
  BVL,  similaginis  rell.,  simula  BVCL,  simila  reih  Danach ­
  ist  die  Schreibung  mit  u  als  die  ältere  und  besser  überlieferte ­
  beizubehalten.  Andere  Beispiele,  wie  uigul,  finden  sich
bei  Möller  p.  45,  Hoffmann  p.  20,  Schuch.  II,  231  f.
u  —  o.  II,  12  und  14  überliefern  die  Mss  Gentunis,  nur
L  hat  an  der  ersteren  Stelle  Gentonis.  Als  Nominativform
nimmt  Halm  im  Index  Gentu  an.  Da  aber  derselbe  gothischwandalische
  Name  bei  den  Griechen  Fevtov,  ovo;  lautet  (Hist.
Gr.  min.  I,  p.  419  Dind.  Tevtovt,  TotOm  piv  ovtt  ävSpt),  ist  wahrscheinlich ­
  Genton  oder  Gento  die  lateinische  Nominativform.
—  II,  31  lucustarum  B  (H),  auch  sonst  sehr  häufig;  vgl.  Schuch.
II,  109,  Rönsch  465.  lucusta  schreibt  Dombart  im  Augustinus.
—  Pass.  4  luricatum  BV l C\  loricatum  rell.  Die  von  Schuch.
II,  110  und  III,  200  citirten  fünf  Beispiele  für  lurica  fallen
in  das  vierte  bis  siebente  Jahrhundert;  eines  ist  aus  dem  Vaticanus
  des  Vergib  —  II,  15  Teucliariam  BVCML,  Theucariam  a,
Theucaria  ß;  III,  39  Tenchario  B  VCa,  Theuchario  L,  Theochario
M,  Theucario  ß.  Dass  diese  Namen  griechischen  Ursprunges
sind  und  mit  Qeoyßprp.  Qecyjxpic  Zusammenhängen,  ist  zweifellos.
Vgl.  Theudora  bei  Hoffmann  p.  33,  und  Schuch.  II,  145.
y  —  et.  Pass.  15  lypsanae  (=  tä  Aeäjiava)  0.  Halm  schreibt
lipsanae  ohne  handschriftliche  Berechtigung.  Dass  jedoch
griechisches  et  im  Spätlatein  zu  y  werden  konnte,  beweisen  para-
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.