Die handschriftliche Ueberliefernng des Victor von Vita.
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vielmehr (p. 84) für die verlängerte Form von satur ansehen.
Derselbe Name findet sich bei Victor I, 48 ff. und wird in
einer Weise gedeutet, welche Hoffmanns Ansicht wenigstens
für die afrikanischen Inschriften als zweifellos richtig erscheinen
lässt. Victor sagt nämlich I, 49: quia non Indigens, sed Saturus
uocabatur, saturatus ab ubertate domus dei.
o = u. Brambach bemerkt S. 43: ,incolumis, nicht incolomis‘.
Dieses Adjectiv findet sich bei Victor nur zweimal,
und zwar mit folgender Ueberliefernng: I, 34 incolomes BML,
incolumes reib; II, 11 incolomis BVCML, incolumis aß. Demnach
las der Archetypus von a sicher incolomis. Bei Hoffmann
p. 23, Möller p. 41 findet es sich nicht, wohl aber Beispiele wie
Uolcius uoltus colomnias; Schuch. II, 156 citirt bicolomitatis.
u = i. simila nebst weiteren Bildungen kommt im Ganzen
viermal vor. II, 19 similaginis 0, I, 20 simulacius B'b l , simulaginis
BVL, similaginis rell., simula BVCL, simila reih Danach
ist die Schreibung mit u als die ältere und besser überlieferte
beizubehalten. Andere Beispiele, wie uigul, finden sich
bei Möller p. 45, Hoffmann p. 20, Schuch. II, 231 f.
u — o. II, 12 und 14 überliefern die Mss Gentunis, nur
L hat an der ersteren Stelle Gentonis. Als Nominativform
nimmt Halm im Index Gentu an. Da aber derselbe gothischwandalische
Name bei den Griechen Fevtov, ovo; lautet (Hist.
Gr. min. I, p. 419 Dind. Tevtovt, TotOm piv ovtt ävSpt), ist wahrscheinlich
Genton oder Gento die lateinische Nominativform.
— II, 31 lucustarum B (H), auch sonst sehr häufig; vgl. Schuch.
II, 109, Rönsch 465. lucusta schreibt Dombart im Augustinus.
— Pass. 4 luricatum BV l C\ loricatum rell. Die von Schuch.
II, 110 und III, 200 citirten fünf Beispiele für lurica fallen
in das vierte bis siebente Jahrhundert; eines ist aus dem Vaticanus
des Vergib — II, 15 Teucliariam BVCML, Theucariam a,
Theucaria ß; III, 39 Tenchario B VCa, Theuchario L, Theochario
M, Theucario ß. Dass diese Namen griechischen Ursprunges
sind und mit Qeoyßprp. Qecyjxpic Zusammenhängen, ist zweifellos.
Vgl. Theudora bei Hoffmann p. 33, und Schuch. II, 145.
y — et. Pass. 15 lypsanae (= tä Aeäjiava) 0. Halm schreibt
lipsanae ohne handschriftliche Berechtigung. Dass jedoch
griechisches et im Spätlatein zu y werden konnte, beweisen para-