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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 96. Band, (Jahrgang 1880)

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Petsckenig.

In  manchen  Fällen  wird  man  freilich  im  Zweifel  sein  können,
ob  eine  Schreibung  dieses  Codex,  zumal  wenn  sie  auch  durch
andere  Mss  bestätiget  wird,  nicht  vielmehr,  statt  fehlerhaft  zu
sein,  nur  vulgär-lateinisch  ist.  Dies  gilt  namentlich  von  Ablativformen,
  die  von  der  Praeposition  in  abhängig  sind,  während
man  den  Accusativ  erwartet.  In  solchen  Fällen  kann  nur  der
Sprachgebrauch  des  Autors  entscheiden.
2.  Cod.  Vindobonensis  583  s.  X.  Die  Handschrift
hat  216  Blätter  und  enthält  f.  1—81  Victor,  f.  82 b —216  Pauli
historia.  Der  Text  des  Vindobonensis  stimmt  mit  dem  des
Bambergensis  namentlich  im  zweiten  und  dritten  Buche  auf
das  engste  überein;  mehr  eigenthümliche  Lesarten  bietet  er
im  ersten  Buche.  Der  letztere  Umstand  schliesst  die  Möglichkeit ­
  aus,  dass  dieser  Codex  aus  dem  Bambergensis  oder
aus  dessen  Vorlage  geflossen  sei,  wie  man  sonst  wohl  vermuthen
  könnte,  da  beide  Handschriften  auch  den  gleichen
Inhalt  haben.  Die  folgende  Zusammenstellung  der  wichtigsten
verschiedenen  Lesarten  beider  Mss  im  ersten  Buche  wird  dies
beweisen.

(Halm)  B
p.  2,  11  uniuersa
„  —  14  uel
„  —  15  hodiernum
„  —  26  consciderunt
3,  5  ederentur
—  6  oblatum
—  20  e  regione  pedes
—  23  ministerium
—  25  appareat
—  27  memoriae
—  30  sunt
4,  23  diuisit
„  5,  7  transmarina  in  parte
„  10,  7  hodiernum

V
uniuersitatis
fehlt
hodiernum  diem
exciderunt
proderetur
esse  oblatum
pedibus  paruulum
minister
ignoratur
memoriae  dignam
sunt  destruxerunt
dissipauit
in  transmarinam  partem
hodiernum  diem

3.  Cod.  Cremifanensis  36  s.  XII,  der  Stiftsbibliothek
von  Kremsmünster  gehörig,  hat  252  Blätter,  f.  1—126  enthalten
Ambrosii  Hexaemeron,  f.  127—176  Victor,  f.  177—252  Pauli
historia.  Der  Schluss  der  letzteren  fehlt;  die  Handschrift  endet
            
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