Die handschriftliche Ueberlioferung des Victor von Vita.
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C = cod. Cremifanensis 36 s. XII.
M = cod. Monacensis 2545 s. XII.
a = cod. Abrincensis 162 s. XII.
P = cod. Parisinus 2015 s. X.
b = cod. Bernensis 48 s. X.
R = cod. Bruxellensis 1794 s. X. j
L — cod. Berolinensis 1 s. XII. )
a = BVCMaL oder erste Handschriften-Classe.
ß = PbR oder zweite Handschriften-Classe.
1. Cod. Bambergensis E. III. 4 s. IX, von 248 Blättern.
Der Text des Victor nebst der Passio steht f. 1—88 a ; f. 89 a
beginnt in ganz anderer Schrift die historia Iiomana des Paulus,
f. 194 b —248 sind wieder von der Hand, die den Victor schrieb,
oder wenigstens in sehr verwandten Zügen geschrieben. Der
Text des Victor ist ausgezeichnet schön und deutlich geschrieben;
Correcturen fehlen, abgesehen von einigen wenigen
Rasuren und Ergänzungen von ausgelassenen Buchstaben oder
kleinen Wörtern, die zumeist auf die erste Hand zurückgehen,
fast gänzlich. Wie durch Alter und Schönheit der Schriftzüge,
so ragt der Bambergensis auch durch die Vortrefflichkeit
seines Textes über alle anderen Victor-Handschriften hervor.
Wir begegnen zunächst in der Orthographie nicht jenen Schwankungen
oder fehlerhaften Schreibungen, die sich in allen anderen
Handschriften finden. In den Lesarten hat er in vielen
Fällen ganz allein das Richtige bewahrt. Beispiele:
B
I, 11 1 duo
I, 16 foris muro
I, 40 foris ciuitate
I, 42 tunuzuda
II, 93 paracletus (4mal)
III, 19 domni
Pass. 15 ausus (in. 1)
reih
duos '
foris (foras) ciuitatem
paraclitus
domini
ausum
An sehr zahlreichen Stellen, wo die Handschriften zwischen
zwei Lesarten schwanken, ist der Text des Bambergensis
* Paragraphen-, Seiten- und Zeilenzahlen beziehen sich auf die Halm sehe
Ausgabe.