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Hu emer.
bona fecit. f. 141 Capite enim omnia membra reguntur, similiter
mente cogitationes u. äbnl.
Wir haben demnach gefunden, dass dieser Commentar
sowohl durch die in ihm zu Tage tretende Gelehrsamkeit und
Bekanntschaft mit vorhergehenden und älteren Autoren, ferner
durch die Art und Weise grammatisch-etymologischer Erklärungen
nach Inhalt und Form, endlich durch die eingestreuten
philosophischen Bemerkungen, die einen auch in dieser
Wissenschaft bewanderten Mann verrathen — nicht blos in unverkennbarer
Beziehung, sondern vielmehr in naher Verwandtschaft
zu den Schriften das Remigius stehe, so dass nun zu den
äusseren Gründen bedeutende innere Gründe hinzutreten,
die für die Autorschaft des Remigius Zeugniss ablegen. Auch
die allgemeine Bemerkung, die man fast an allen Erklärungsschriften
des Remigius gemacht hat, nämlich dass die Erklärungen
häutig nichts als einfache Wortumschreibungen enthalten,
trifft völlig auch bei diesem Commentar zu, indem an
vielen Stellen das poetische Wort des Sedulius einfach nur
durch ein bekannteres umschrieben wird, eine Methode, die
den Werth solcher Schriften nur verringern kann. Damit
schliessen wir den Beweis, dass diese Exposition in opus paschale
den Remigius von Auxerre zum Verfasser habe.
Die Schriften des Remigius waren im Mittelalter angesehen,
darum wurden sie auch verbreitet. Von seiner lateinischen
Schulgrammatik wurde schon bemerkt, dass sie bis in
späte Zeit 1 als Schulbuch verwendet wurde. Seine anderen
grammatischen Schriften waren nicht in gleichem Grade verbreitet,
soweit jetzt ein Ueberblick möglich ist; nur von dem
Commentar zu Martianus Capelia ist eine grössere Zahl von
Hss. bekannt. Ueberhaupt aber kann die Geschichte dieser
Schriften nicht zum Gegenstand einer Untersuchung werden,
so lange sie nicht vollständig vorliegen, so lange auch bei
zwar bekannten Schriften die Autorschaft noch nicht völlig
sicher gestellt ist. Wir haben bereits gesehen, wie einzelne
unter dem allgemeinen Titel ,Glossae‘ ohne Namen des Ver-1
Remigii fundamentum scolarium, gedruckt Basel 1499. 8. Der in der
Wiener Hofbibliothek erhaltene Druck scliliesst: Remigius Impressus
Lyptzik per Aruoldum de Colonia.