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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 96. Band, (Jahrgang 1880)

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H  u  e  m  e  r.

des  Fabricius  aufgezählt  sind,  vollständiger  noch  in  Haureau,
Nouv.  Biographie  gen.  (gedruckt  sind  diese  Schriften  bei
Migne  t.  131,  und  t.  117  unter  Haimo’s  Werken)  und  wollen
nur  die  grammatischen  Schriften  desselben  besprechen,  obwohl
die  engsten  Beziehungen  zwischen  beiden  Schriftarten  angenommen ­
  werden  müssen.  Die  grammatischen  Schriften  des
Remigius  liegen  nur  zum  Theil  der  Oeffentlichkeit  vor;  ein
Theil  ist  nur  dem  Namen  nach  bekannt,  von  anderen  steht
die  Autorschaft  in  Frage.  Wenn  wir  einen  vollen  Einblick  in
den  eigenartigen  Betrieb  grammatischer  Gelehrsamkeit  im  IX.
und  X.  Jahrhundert  gewinnen  wollen,  so  müssen  wir  die  Veröffentlichung ­
  aller  grammatischen  Schriften  jener  Zeit  fordern,
sonst  werden  alle  Fragen,  die  die  Geschichte  des  Schullebens
jener  Zeiten  zum  Ziele  haben,  nicht  vollkommen  gelöst  werden
können.  Um  die  Erforschung  der  mittelalterlichen  Grammatiker ­
  überhaupt,  sowie  speciell  um  die  Kenntniss  der  grammatischen ­
  Schriften  des  Remigius  hat  sich  Thurot  die  grössten
Verdienste  erworben,  neben  ihm  Hermann  Hagen  durch  Veröffentlichung ­
  grammatischer  Tractate  aus  dem  Mittelalter  (Anecdota
  Plelvetica).  Die  grammatisch-literarische  Thätigkeit  des
Remigius  bestand  hauptsächlich  in  der  Erklärung  der  grammatischen ­
  Schriften  des  Priscianus,  Donatus  und  des  Martianus
Capella. 1  Thurot  a.  O.  p.  8  ff.  hat  die  auf  die  grammatischen
Schriften  des  Remigius  bezüglichen  Notizen  aus  Handschriften
zusammengestellt.  Von  Priscian’s  Werken  ausgehend,  fand  er
Glossen  des  Remigius  1.  zur  institutio  de  nomine  et  pronomine
et  uerbo  (vgl.  Keil,  Gramm,  lat.  III,  443—456)  in  einer  Hs.
des  X.  Jahrhunderts  aus  St.  Germain  mit  dem  Anfang  Bemigii
exposit.io  super  Priscianum.  Incipit  institutio  Prisciani  grarnatici
  de  nomine,  pronomine  et  uerbo.  Forsitan  querat  aliquis
cur  Priscianus  u.  s.  w.  2.  in  zwei  Hss.  des  X.  Jahrhunderts
der  Stadtbibliothek  von  Orleans  Glossen  des  Remigius  zu
Priscianus,  Partitiones  XII  versuum  Aeneidos  principalium,
mit  dem  Anfang  in  der  einen  Pis.:  Incipit  expositio  Bemigii  in
prima  pagina  Prisciani  de  XII  versibus  Virgilii.  Iste  versus,
1  Ueber  einen  Commentar  zur  Grammatik  des  Phocas  vgl.  Haureau,  de  la
pliil.  I,  144  n.  Audi  seine  Scliulgraminatik,  die  unter  verschiedenen
Titeln  erscheint  (vgl.  Hain,  Eepert.  bibliogr.  II.  2,  213  f.),  berührt  uns
hier  nicht.
            
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