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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 96. Band, (Jahrgang 1880)

Der  Ausgang  des  modischen  Reiches.

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,Jetzt',  so  sagt  die  von  Herodot  aufgenommene  Relation
gegen  das  Ende,  ,jetzt  sind  die  Meder,  obwohl  unschuldig  (an
Astyages’  Ungeschick  und  Unrecht),  Knechte  statt  Herren,  die
Perser  aber,  die  ehedem  Knechte  der  Meder  waren,  sind  jetzt
zu  ihren  Herren  geworden.'  ,Sie  haben  sich  um  Jener  Härte
willen  unter  die  Perser  gebeugt.'  Das  sehen  auch  die  Magier
voraus,  wenn  das  Kind  Cyrus  am  Leben  bleibt:  ,wir  Meder
werden  zu  Knechten  werden  und  von  den  Persern  für  nichts
geachtet,  ihnen  Freunde  sein.'  Bei  einer,  Darius’  böse  Thronabsichten ­
  enthüllenden  Traumdeutung  durch  Cyrus,  sagt  ihm
gar  Darius’  eigener  Vater  Plystaspes:  ,Du  hast  die  Perser  aus
Sklaven  zu  freien  Männern  gemacht;  statt  von  Anderen  beherrscht ­
  zu  werden,  beherrschen  sie  nun  Alle'. 1  Seine  Perser
ermuntert  Cyrus  zum  Abfalle  von  Astyages  mit  der  für  Persien
wenig  schmeichelhaften  Erklärung,  er  halte  sie  ,für  nicht  schlechtere ­
  Männer  als  die  Meder,  weder  in  anderen  Dingen,  noch  in
der  Kriegführung'. 2  Die  hochmüthigen  Perser  halten  sich  für
die  besten  Menschen  und  schätzen  die  übrigen  Völker  um  so
geringer,  je  ferner  sie  von  ihnen  wohnen;  aber  unter  der  Meder-,Cyrus’

  erste  Herrschaftsjahre  über  die  Meder“.  Duneker,  Geschichte  des
Alterthums  IV,  279  meint  u.  A.  daraus,  dass  ,die  Thaten  und  Leiden 4
des  den  Griechen  bekannten  Harpagos  den  Mittelpunkt  der  Erzählung
bilden,  erweisen  zu  können:  ,dass  Herodots  Erzählung  den  Inhalt  medisc.her
  Gesänge  treulich  wiedergibt 4 .  Hiegegen  habe  ich  (Krösus’  Sturz  209)
geltend  gemacht,  dass  Herodot  ausdrücklich  Perser  als  seine  Berichterstatter ­
  nenne;  doch  habe  ich  dort  ungenau  ,die  medische  Version 4  statt
der  medischen  ,Ueberlieferung 4  der  Sage  bestritten.  —  Gutschmid  90
meint,  es  sei  ,eine  einseitig  medische  und  von  Herodot  noch  dazu  mit
griechischen  Anschauungen  versetzte  Darstellung 4 ;  die  letztere  ernste
Anklage  lässt  sich  aber  doch  schwerlich  begründen,  so  lange  uns  die
medische  Quelle  nicht  selbst  vorliegt.  Schrader’s  Einwendungen  (Keilinschriften ­
  und  Geschichtsforschung  496  flgde)  erledigen  sich  wohl  durch
die  obige  Ausführung.
1  vüv  os  M^ou;  avaiTioui;  xouxou  so'vxai;  oouXo'js;  avxi  8sa7:oxs'tov  ysyovsvai,  THpaa;
os  806X0U1;  sovra;  xo  rcptv  M7j8a>v  vüv  ysyovsvai  8sa7:o'xai;.  —  M^oot  8s  U7t£-xu4av
  rHparjai,  01a  X7]V  xouxou  jcr/.po'xyjxa.  —  ^p-sÜ;  8s  so'vxe?  M^8ot  8ouXoü-[xsOa
  xs  xat  Xo'you  ou8svoc  yivop-sOa  7:po;  Hspa^ov  so'vxs;  £sTvot.  —  avxi  p.sv
oouXtov  STro^aa?  sXsuOspout;  IHpaa<;  stvai,  avxt  o\  xoü  ap^saÖai  aXXtov  ap-X
 £lv  aroxvxeov.  Herodot  I,  129,  130,  120,  210  ed.  Abicht.
2  upias  rflrfti.ou  av8pa;  oü  cpXaupoxspou;  oüxs  xäXXa  oüxs  xa  T:oXs'|xta  I,  126.
            
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