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Rüdin ger.
irgend welcher Botniässigkeit 1 unter eine andere Macht vereinigen.
1 Ebenso unzulässig scheint mir auch die von Gutschmid, neue Beiträge
zur Gesell, des alten Orients S. 90 gezogene Schlussfolgerung, dass
die Angabe der Inschrift von acht Königen vor Darius (col. I, §. 4), in
Verbindung mit Darius’ Stammtafel, die (col. I, §. 2) nur fünf Generationen
vor Darius hat, auf etiva das Jahr G49 v. Chr. führe — von der damals angeblich
spielenden Unterwerfungsgeschichte Persiens durch Herodot’s medischen
Phraortes ganz abgesehen (vgl. unten S. 497). Denn zu den uns
bekannten drei achämenidisehen Königen vor Darius (Cyrus mit Sohn und
Vater Karabyses) kommen eben noch fünf sonst unbekannte, welche durch
die in der Inschrift genannten zwei Namen Tei'spes und Achämenes keineswegs
gedeckt werden, wie Gutschmid annimmt, indem er Achämenes drei
Generationen älter als Cyrus nennt. Es müssen eben vor dem ältern
Kambyses noch drei Königsnamen fehlen und diese gibt in erwünschter
Weise die ohne Notli vielbezweifelte Stammtafel bei Herodot VII, 11 ed.
Abicht, wie mir Dr. Krall bemerkt. Denn in Darius’ nächsten vier Vorfahren
— Hystaspes, Arsames, Ariaramnes, Tei'spes — stimmt sie genau
mit der Inschrift col. I, §. 2; die letztere nennt aber als dieses Tei'spes’
Vater — so ausdrücklich im medischen Text bei Oppert 112 —: Achämenes,
während Herodot’s Tafel zwar einen Tei'spes als Achämenes’
Sohn bezeichnet, aber als dessen Nachkommen einen Kambyses, einen
Cyrus und dann erst einen zweiten Tei'spes als Ariaramnes’ — und, wie
wir ergänzen müssen: Kambyses II., des Gemahles der Mandane — Vater
nennt. Nun stimmt damit freilich keineswegs, dass Herodot I, 11 in
der medischen Relation (vgl. unten S. 495) eben des grossen Eroberers
Cyrus’ Vater Kambyses als ,Sohn des Cyrus“ (tou Kupou) statt des
Tei'spes II. bezeichnet. Mit den fünf von Herodot überlieferten Namen
wird die Zahl der acht Könige vor Darius aber allein voll. Seinen Vater
Hystaspes, den er ja sonst wiederholt eben nur als Vater nennt, kann
er bei der Königszählung so wenig wie Grossvater und Urgrossvater als
Könige haben bezeichnen -wollen; wesshalb die Namen Tei'spes (I.), Kambyses
(I.) und Cyrus (I.) auf der Inschrift weggelassen wurden, vermag
ich nicht zu sagen, da ich müssige Vermuthungen scheue.
Einen ältern Kambyses, Vater eines Cyrus, Bruder der Ahnfrau
des kappadokischen Königshauses nennt auch Diodor (XXXI, 19, t. V, p. 22
ed. Dindorf = Photii bibl. ed. Bekker cod. 244, p. 382); hierauf hat
schon G. Rawlinson, Herodotus IV 2 , p. 12 und 209 flgde aufmerksam
gemacht, aber die entscheidende Thatsache übersehen, dass der zweite
Tefspes Grossvater des Eroberers Cyrus und Urgrossvater des Hystaspes
gewesen zu sein scheint; seine Zählung benöthigt daher Smerdis (Bardja)
als achten König vor Darius, obwohl die Beliistaninschrift sowohl den
Tod des echten vor Kambyses, als die Unmöglichkeit feststellt, den
falschen (Gaumata) als Achämenidenkönig zu zählen. Aeschylos freilich