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Dombart.
und nicht eine der beiden ältesten Ausgaben als Muster vorlag,
erhellt daraus, dass I, 11, 18 pecora im Text fehlt (siehe
oben !) und I, 31, 9 duplex statt pulex steht. Ausser dem Text
finden sich hier ganz vereinzelt kurze Noten am Rande.
Die nächstfolgende Ausgabe der Instructionen war die
von Schurzfleisch in Wittenberg. Der Titel derselben ist:
Commodiani poetae Christiani instructiones adversus gentium
deos pro Christiana disciplina, Primum in Germania editae,
recognitae et auctae accessione dissertationis Henrici Dodwelli
de aetate Commodiani, cum Praefatione Henrici Leonardi
Schurzfleischii. Vitembergae Saxorum. Apud Christianum
Schroedterum, Acad. Typogr. Anno 1705.
Mit einiger Ostentation macht Schurzfleisch darauf aufmerksam,
dass seine Ausgabe Commodians die erste auf deutschem
Boden erschienene sei. Wir müssen aber leider sagen,
dass Deutschland keinen besondern Anlass hatte, auf diese
literarische Novität stolz zu sein. Ihr Hauptvorzug besteht in
der Beigabe einer vortrefflichen Abhandlung Harry Dodwells
über das Alter Commodians, worin derselbe gegen die Marotte
des Rigaltius, der Commodian zu einem Zeitgenossen des
Papstes Silvester und des Kaisers Constantin machen will,
mit Glück polemisirt und den überzeugenden Nachweis liefert,
dass der Dichter der Zeit Cyprians sehr nahe stehen müsse.
Von geringerem Werth ist die langathmige praefatio Schurzfleischs
selbst, worin nichts wesentlich Neues geboten wird.
Die Hauptsache aber, der Text und die Noten der
Instructionen, ist nichts als ein fast buchstäblicher
Abdruck der Ausgabe von 1666. Von der Existenz der
eigentlichen editio princeps hatte Schurzfleisch damals, wie
es scheint, noch keine Ahnung. Zur Verfügung stand ihm
offenbar blos die dritte Ausgabe. Als erste Ausgabe,
die er übrigens als perrara bezeichnet und wahrscheinlich
auch nicht zu Gesicht bekommen hatte, gilt ihm die vom
Jahre 1650.
Wie mechanisch er dem unvollkommenen Abdruck vom
Jahre 1666 folgt, will ich durch einige Beispiele darthun.
Acrost. I, 11, 18 ist bei Schurzfleisch wie in der ed. IH
nach Admeti quoque das Wort pecora ausgefallen, obwohl hier
wie dort im Lemma der Note steht: Admeti pecora.