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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 96. Band, (Jahrgang 1880)

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Dom  hart.

c.  2),  so  entstand  bald  eine  Confusion,  die  sich  bis  in  die
jüngste  Zeit  heraberstreckt.  Nur  ein  ganz  äusserliches  Merkmal ­
  derselben  ist  es,  dass  noch  in  der  dritten  Auflage  von
Teuffels  römischer  Literaturgeschichte  und  in  Ludwigs  Ausgabe
der  Instructionen  (S.  X)  das  Erscheinen  der  editio  princeps
in  das  Jahr  1650  verlegt  wird.
Durch  die  gütige  Mitwirkung  des  Herrn  Archidiaconus
Rönsch,  des  Herrn  Director  von  Halm  und  des  Herrn  Professor ­
  Alfred  Schöne  gelang  es  mir  endlich,  den  wirklichen
Sachverhalt  zu  ermitteln,  und  da  ich  mich,  je  näher  ich  die
Sache  untersuchte,  um  so  mehr  von  der  Wichtigkeit  der  eigentlichen ­
  editio  princeps  vom  Jahre  1649  überzeugte,  so  halte  ich
es  für  nüthig,  dem  ungemein  seltenen  Buch  und  seiner  Bedeutung ­
  für  die  Kritik  der  Instructionen,  sowie  den  zunächst
folgenden  Ausgaben  eine  eingehende  Erörterung  zu  widmen.

I.  Ueber  die  erste  und  zweite  Ausgabe  des  Rigaltius.
Die  editio  princeps  trägt  folgenden  Titel:  Commodiani
Instructiones  per  litteras  versuum  prirnas  Tempore  Silvestri
P.  R.  Sub  Constantino  Caes.  compositae.  Nunc  primum  typis
mandatae.  Tulli  Leucorum.  Apud  Sim.  Beigrand  &  Jo.  Laurentium
  Typographos  Regios.  M.  DC.  XLIX.  Cum  privilegio
Regis.
Seite  8  beginnt  mit  folgenden  Worten:  Gennadius  Massiliensis
  episcopus  Lib.  de  viris  illustribus.  Darnach  kommt  die
bekannte  Bemerkung  des  Gennadius:  Commodianus  de  singulis
  .  .  inculcavit.
Seite  4  folgt  die  praefatio  mit  der  Ueberschrift:  Nicolai
Rigaltii  (so!)  de  Commodiano  eiusque  opusculis.  —  Die  praefatio ­
  beginnt  mit  den  Worten:  Bene  a  Gennadio.  Sie  handelt
von  den  persönlichen  Verhältnissen  Commodians,  seiner  Zeit,
seiner  Heimat,  so  weit  sich  diese  aus  den  Dichtungen  selbst
schienen  ermitteln  zu  lassen;  sodann  von  der  Art  und  Weise
seiner  Poesie,  von  dem  handschriftlichen  Material,  das  dem
Herausgeber  vor  dem  Druck  zugänglich  war,  und  von  Sirmonds
Verdienst  um  den  Dichter.  Diese  Aufschlüsse  werden  aber
mit  so  wenig  Klarheit,  Ordnung  und  Vollständigkeit  gegeben,
            
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