Emendationen zur Naturalis Historia des Plinius. IV.
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schlecht gilt, wenn er feucht ist. 1 Aber die dem ächten eigentümliche
Sprödigkeit konnten sie nicht imitiren. Im Vergleich
zum ächten schien der gefälschte feucht, gab dem Drucke der
Hand nach, als wäre er feucht. Es wird also ceu vor umidum
zwischen den beiden Buchstaben e und u von einem Abschreiber
übersehen worden, also zu schreiben sein:
ceu umidum enim quod evenit adidteratione cedit, altera
probatio etc.
Ueber diesen Gebrauch von ceu Hand Tursell. 2 p. 47, 3.
21, 66.
Hyacinthum comitatur fabula duplex luctum praeferens, eius
quem Apollo dilexerat aut ex Aiacis cruore editi, ita discurrentibus
venis ut Graecarum litterarum figura AI legatur inscriptum.
Nach den Auseinandersetzungen des Salmasius, Exerc.
p. 733 b. B und Silligs z. St. darf als ausgemacht gelten, dass
luctum praeferens nur von der Hyacinthe selbst, nicht von der
Fabel über ihre Entstehung gesagt werden könne, dass ferner
diese Fabel das AI nur in dem einen Falle als Klage, in dem
anderen aber einfach als die Anfangsbuchstaben des Namens
Aias deutete. Das zeigen klar und bündig die Verse Ovids
Met. 13, 397 f.
Litteva communis mediis pueroque viroque Inscripta est foliis,
haec nominis, illa querellae. Vgl. 10, 206 ff. Schliesslich ist
vollkommen richtig, dass editi, so lange es nicht von fabula
abhängig erscheint — und das ist in dem überlieferten Texte
nicht möglich — keine Erklärung finde. Allen diesen Anforderungen,
die Inhalt und Form des Satzes stellen, glaube ich,
wird genügt, wenn praeferentis statt praeferens geschrieben wird:
Hyacinthum comitatur fabula duplex: luctum praeferentis
eius quem Apollo dilexerat aut ex Aiacis cruore editi.
,Ueber die Hyacinthe geht eine zwiefache Fabel: 1. die
Fabel, dass sie die Klage um Hyaeinthos, 2 den Apollo geliebt
1 Bei Dioskorides 1, -5 heisst es, nachdem die Kigenscliaften aufgezähll
sind, die der gute, zu Heilmitteln taugliche haben müsse: 6 yap p.7, toiouto?
5} aupos tj 7uaXatos eariv 5) ä;;oßsJipEYp.svos. Vgl. Petermann, das Pflanzenreich
S. 161, 181.
2 Im Texte heisst es eius, indem die Blume und die Person als gleichartig
behandelt werden. Noch auffälliger bei einem Schriftsteller, der keine