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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 96. Band, (Jahrgang 1880)

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Büdinger.

nur,  die  Athener  ,strebten  nach  Grösserem 4 .  Anders  bei  der
ersten  Ablehnung  nach  dem  vor  Sphakteria  geschlossenen
Waffenstillstände.  Wenn  Kleon  die  Athener  zu  derselben
,vornehmlich  veranlasste', 1  so  war  doch  der  als  Volksmeinung
von  Thukydides  vorher  angegebene  Grund  sehr  einleuchtend.
Sie  glaubten  eben,  dass  sie  in  jedem  Momente  und  auf
bessere  Bedingungen  den  Frieden  erlangen  könnten,  so
lange  sie  die  Spartaner  auf  der  Insel  hielten,  wie  ihnen  das
auch  Aristophanes,  merkwürdig  genug  fast  mit  denselben
Worten, 2  nachträglich  zum  Vorwurf  macht.  Und  wenn  die
lakedämonischen  Gesandten 3  mit  so  vielen  anderen  schönen
Worten  und  Versprechungen  von  bleibender  Freundschaft  als
einziger  Entschädigung  für  die  Befreiung  der  Ihrigen  4  die
Athener  ermahnen, 5  in  ihrem  gegenwärtigen  Glücke  sich  mit
der  erlangten  Ehre  zufrieden  zu  geben,  sich  nicht  zu  überheben
und  wohl  zu  bedenken,  0  so  war  denn  doch  sehr  daran  zu  erinnern, ­
  wie  vergeblich  7  ihrerseits  vor  fünf  Jahren  in  der  furchtsich ­

  sehr  fraglich,  ganz  abgesehen  davon,  dass  in  der  Zeit  derselben  gerade ­
  Aristophanes  seinen  Rittern  erzählen  lässt,  dass  die  Bedeuten  auf
die  spartanische  Friedensbotschaft  i<;  svo^  aio|raTo;  auavrs;  avfzpayov  ■
.  .  .  ou  osojisOa  ojtovotüv  ■  ö  aoXepo;  EpjtE'no  670,  673.  Und  seine  jungen
Ritter  selbst  geben  im  Chor  (580  bis  610)  doch  wahrhaftig  auch  genug
Kriegslust  zu  erkennen!
1  IV,  21,  3.
2  Thuk.  IV,  21,  2:  tot;  p.EV  oaovSä?  1'yovTE?  tou;  avopa?  £v  ~fj  vrjato  r)3r)
a-plaiv  lvbuu£ov  izaüiojc  efvat,  öuörav  ßoüXumai,  uoieiaOai  "ob;  ccjtg-jc.  Aristophanes ­
  Frieden  217:  EAfysr’  av  üp.si;,  vrj  AP,  ouyl  7tekjt£ov  •  f'ijouai  -/.aOOit,
5)v  Eywpsv  Tv,v  IliXov,  wie  der  Scholiast  p.  176  und  467  noch  in  einer
Handschrift  fand,  obwohl  er  sich  gleich  unseren  Ausgaben  auch  mit  der
Lesart  otXiv  abmüht.
3  Die  von  Philochoros  (I,  401  Müller)  in  dem  ganz  corrupten  und  unemendierbaren
  Fr.  106  genannten  Friedensverhandlungen  sind  sichtlich  mit
den  von  Fr.  105  identisch  und  nur  mit  einem  unter  Aristophanes’  Namen
gehenden  Irrthum  in  das  vorige  Arehontat  gesetzt.  Gilbert  sondert  sie
S.  169  nach  Hemsterlmys  und  ideiltifieirt  sie  mit  den  sv  r.ph  ypövw
von  Thukydides  (IV,  21,  1)  bezeichneten,  unter  welchen  vielmehr  die  II,
59,  2  geschilderten  gemeint  sind.
*  IV,  19,  1;  20,  2.
3  IV,  17,  4;  18,  3  und  5.
3  IV,  18,'2.
1  Wir  müssen  freilich  bedauern,  dass  Thukydides  die  Einzelnheiten  nicht
mittheilt;  aber  Dionysios’  Tadel  darüber  c.  14  und  15  bleibt  desshalb
            
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