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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 96. Band, (Jahrgang 1880)

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Werner.

dem  allgemeinen  Weltstoffe  zu  vergleichen  sein,  aus  welchem
die  einzelnen  kosmischen  Körpergebilde,  und  mit  ihnen  der
Erdkörper  sich  herausgesetzt  hat,  um  in  seinen  höchstgesteigerten ­
  organischen  Formationen  das  Substrat  zur  Rückvermittelung ­
  der  sichtbaren  Wirklichkeit  in  das  Reich  einer
höheren  geistigen  Daseinswirklichkeit  darzubieten  und  den
Rückschluss  des  Geschaffenen  in  seinen  göttlichen  Urgrund
anzubahnen.
Amari  kennt  keine  Ideen  als  lebendige  Wirkungsmächte,
die  im  zeitlichen  Weltdasein  gestaltend  durchgreifen,  sondern
nur  ideale  Wahrheiten,  Normen  und  Gesetze,  die  auf  dem
Boden  einer  inquisitiven  vergleichenden  Erfahrungskunde  gewonnen ­
  werden,  und  sonach  etwas  vom  denkenden  Menschen
Gefundenes  sind.  Dadurch  scheidet  er  sich  gründlich  von
allen  Bestrebungen  einer  speculativen  Philosophie  ab,  deren
excentrische  Auswüchse  er  bekämpft,  während  er  von  den
gesünderen,  auf  die  Gewinnung  eines  lebendigen  Theismus
abzielenden  Bestrebungen  derselben  kaum  eine  nähere  Kenntniss
  erlangt  zu  haben  scheint.  Sein  Denkconcept  ruht  auf
einer  durchwegs  empiristischen  Grundlage;  er  gewinnt  einen
übersinnlichen  Denkinhalt  seiner  auf  das  erfahrungsmässig  Gegebene ­
  gerichteten  Forschung  nur  in  so  weit,  als  ihm  dieser
sich  als  denknothwendiges  Regulativ  und  Erklärungsprincip
des  Erscheinenden  darbietet.  Sein  Denken  bleibt  sonach  auch
da,  wo  es  sich  zum  Höchsten  und  Allgemeinsten  erhebt,  stets
in  die  objective  Wirklichkeit  versenkt;  vom  Denkinhalte  derselben ­
  erfüllt  zu  werden,  ist  ihm  das  höchste  Ziel  aller  wissenschaftlichen ­
  Strebethätigkeit,  die  lebendige  Selbsterzeugung  der
wahrhaften  Geisterkenntniss  in  activer  geistiger  Reproduction
der  gegebenen  Wirklichkeit  ist  ein  ihm  fremder  Gedanke.  Er
gibt  diess  zu  erkennen,  wenn  er,  augenscheinlich  mit  Bezug
auf  die  nachkantische  deutsche  Philosophie,  bemerkt,  dass  die
philosophische  Sprechweise  und  Terminologie  sich  nicht  vom
gemeingiltigen  Sprachgebrauche  entfernen  solle;  der  Wortschatz
der  gemeingiltigen  Sprechweise  enthalte  in  seinen  einzelnen
Wortbezeichnungen  lauter  sprachlich  fixirte  Certa,  deren  jedem
ein  durch  die  philosophische  Erkenntniss  aufzudeckendes  Verum
einwohne.  Die  Erkenntniss  desselben  ergebe  sich  durch  Erhebung ­
  des  Gedankens  von  dem  singulären  besonderen  Factum
            
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