Emerico Amari in seinem Verhältniss.zu G. B. Yico.
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bedingenden Componenten bestehenden Ganzen nicht erfasst wird.
Von einem mitbestimmenden Antheil des Einzelnen an der
Entwickelung des Ganzen kann nur unter der Voraussetzung
die Rede sein, dass jeder Einzelne wenigstens potentiell einen
im Leben des Ganzen nicht schlechthin aufgehenden geistigen
Lebensinhalt in sich trägt. Ein solcher potentieller geistiger
Lebensinhalt ist aber in den einzelnen Constituenten der Menschengattung
nur unter der Voraussetzung eines Vermögens
der Ideenproduction vorhanden. Allerdings bleibt dasselbe in
der weitaus grössten Mehrzahl der Menschen während ihrer
zeitlich irdischen Entwickelung gebunden, und kann sich auch
in providentiell bevorzugten Naturen nur relativ und nach bestimmten
besonderen Richtungen je nach Massgabe des individuellen
Lebensberufes entwickeln; der Künstler, der forschende
Gelehrte, der Staatsmann, der Gesetzgeber, jeder begabte
Mensch, welcher auf seine Umgebung und auf seine Zeit
irgendwelchen geistigen Einfluss nimmt, handelt und wirkt
unter dem Einflüsse von Ideen, welche in seinem Denken
aufleuchten, und ihn zu einer von ihm als Lebensberuf erkannten
Thätiglceit anspornen. Aber auch Diejenigen, welche
sich einem solchen Wirken gegenüber vorherrschend als Empfangende
verhalten, würden die von bevorzugten Naturen auf
sie ausgehenden Impulse nicht lebendig in sich aufnehmen,
wenn nicht ein angebornes geistiges Verständniss derselben
in ihnen vorhanden wäre. Demzufolge bewahrheitet sich auch
das von Amari betonte Princip der Ueberlieferung nur unter
Voraussetzung eines in allen Menschen vorhandenen idealen
Vernunftsinnes als wirksames und fruchtbares Culturprincip.
Soll mit der von Amari an Centofanti belobten Begründung
der zeitlich irdischen Menschheitsgeschichte aus universalkosmischen
Anschauungen Ernst gemacht werden, so ist dieselbe
als sublimirte Wiederholung der Entwickelungsgeschichte des
sichtbaren Universums und als Entwickelungsgeschichte eines
durch die irdisch sinnliche Stofflichkeit verhüllten Geisterreiches
zu fassen, dessen Glieder und Constituenten ihr sichtbares
Gegenbild in den sichtbaren Weltkörpern haben, und
nach Analogie derselben zu einem grossen Ganzen zusammengeordnet
sind. Der Erdstoff, dessen sublimirte Formationen
die organischen Hüllen der Menschengeister constituiren, möchte
Sitzungsber. d. phil.-hist. CI. XCVI. Bd. I. Hft. 3