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Werner.
fortschreitenden Versenkung' der in den ältesten Menschengeschlechtern
vorhandenen reineren geistigen Anschauungen
in’s sinnliche Vorstellungsleben herausgebildet, und diversificirte
sich nach Verschiedenheit der individuellen psychischen
Artung und der äusseren Lebensbedingungen des in eine Mannigfaltigkeit
verschiedener Stämme und Völker auseinandergegangenen
menschlichen Geschlechtes. So gestaltet sich der
Mythus zum Zeugniss für das uranfängliche und continuirliche
actuelle Vorhandensein der geistigen Unterlagen und Bedingungen
einer civilisatorischen Entwickelung, ja er ist selber
ein Product dieser Entwickelung und ein Zeugniss von der
Präsenz der Ideen als geistiger Gestaltungsmächte im geschichtlichen
Menschheitsdasein, freilich aber zugleich auch ein Zeugniss
von der Diffusion des Denkens im üppig wuchernden
sinnlichen Vorstellungsleben, das erst in der Kraft einer concentrirtesten
geistigen Sammlung sich über jene Vorsteilungsgebilde
und die auf Grund derselben erwachsenen Denkversuche
zur bewussten Selbsterfassung der geistig seelischen
Innerlichkeit als productiven Idealvermögens des Menschen zu
erheben vermochte.
Amari hat sich zu diesem Denkstandpunkte nicht aufgeschwungen,
die selbstige Innerlichkeit des Menschen nicht
als den lebendigen Quellpunkt ideeller Productivität erfasst.
Er spricht, wie wir oben hörten, von Modificationen der denkhaften
menschlichen Innerlichkeit des Einzelmenschen, welche
sich in der geschichtlichen Entwickelung des collectiven Gesammtmenschen
reflectiren und abbilden, und die Entwickelung
des Einzelmenschen als Typus der Entwickelung des Gesammtmenschen
erscheinen lassen. Diess erfasst und an’s Licht gestellt
zu haben, ist nach Amari eines der leuchtendsten Verdienste
Vico’s. Da nun aber bei ihm die Entwickelung des Einzelmenschen
vielfach gehemmt und durch zeitlich-örtliche Umstände
und Bedingungen eingeschränkt erscheint, so tritt bei
Vico, wie bei Amari, nur das Getragensein des Einzelmenschen
durch die Entwickelung der Gesammtheit als bestimmender
Grundgedanke hervor, während der mitbestimmende Antheil
der Einzelpersönlichkeit als solcher an der Entwickelung der
Gesammtheit nicht zu seinem Rechte kommt, und die Idee
der Gesammtheit als eines lebendigen, aus wechselseitig sich