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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 96. Band, (Jahrgang 1880)

Seltsamkeiten  nnd  Unglück  ans  den  Zeiten  der  Thang.  II.

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in  dem  Kreise  Ning-tsin,  Landstrich  Tschao-tscheu,
ein  Holzbirnbaum  sehr  blätterreich.  Das  Volk  opferte  ihm
und  hielt  ihn  für  einen  Gott.  Da  geschah  es,  dass  mehrere
Hunderte  und  Tausende  von  Schlangen  aus  Osten  und  Westen
kamen.  Diejenigen,  welche  zu  der  nördlichen  Bergtreppe  eilten,
sammelten  sich  um  den  Holzbirnbaum  und  bildeten  zwei  Haufen.
Diejenigen,  welche  an  der  südlichen  Bergtreppe  verblieben,  bildeten ­
  einen  einzigen  Haufen.  Plötzlich  erschienen  drei  Schildkröten ­
  von  einem  Zoll  im  Durchmesser  und  umwandelten  die
Haufen.  Die  Schlangen  starben  sämmtlich,  und  die  Schildkröten ­
  bestiegen  dann  je  einen  Haufen.  Die  Landleute  berichteten, ­
  in  den  Bäuchen  der  Schlangen  seien  Geschwüre
gewesen,  als  ob  sie  von  Pfeilen  getroffen  worden  wären.  Der
stechende  Yermerker  m  0  &  Ivhang-je-tschi  bildete  die
Sache  ab.  Er  kam  mit  den  drei  Schildkröten  und  bot  sie  zum
Geschenke.
Im  neunten  Monate  des  vierten  Jahres  desselben  Zeitraumes ­
  (783  n.  Chr.),  Tag  Meu-yin  (15),  zeigte  sich  ein  Drache
in  dem  Graben  der  Feste  von  ik  Jü-tscheu.  Der  Drache  ist  das
Bild  des  grossen  Menschen.  Dasjenige,  wo  er  sich  verbirgt,
ist  der  Abgrund  der  Wasser.  Dasjenige,  wohin  er  fliegt,  ist
der  Himmel.  In  dem  Graben  der  Feste  verfehlt  er  seinen  Ort.
Am  Ende  des  Zeitraumes  Tsching-yuen  (804  n.  Chr.)
fand  man  in  Tse-tscheu  einen  Drachen  von  mehr  als  einer
Klafter  Länge.  Jji  J|J  Wei-kao,  untersuchender  und  bemessender
  Abgesandter  von  [Jjf  J||  Si-tschuen,  schloss  ihn
in  eine  Kiste  und  machte  ihn  zum  Geschenke.  Den  hundert
Geschlechtern  wurde  der  Anblick  gestattet.  Nach  drei  Tagen
wurde  der  Drache  angeräuchert  und  starb.
Im  sechsten  Monate  des  zweiten  Jahres  des  Zeitraumes
Ta-ho  (828  n.  Chr.),  Tag  Ting-tsch'eu  (14),  kämpften  im  Nordwesten ­
  Drachen.
Im  dritten  Jahre  desselben  Zeitraumes  (829  n.  Chr.)
kämpfte  vor  dem  Thore  von  Tsch’ing-tu  ein  Drache  mit  einem
Rinde.
Im  ersten  Jahre  des  Zeitraumes  Khai-tsch’ing  (836  n.  Chr.)
geriethen  in  dem  Palaste  eine  MeDge  Schlangen  mit  einander
in  Kampf.

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