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durch Aufzeigung seiner partiellen Berührungen mit Campanella
und Machiavelli ersichtlich gemacht zu haben.
Amari geht über Vico hinaus, sofern er die fortschreitende
Entwickelung des menschlichen Geschlechtes vertritt;
diese selber ist ihm wieder durch seine Lehre von der Culturüberlieferung
bedingt, in welcher er das Correetiv der irrigen
Anschauungen Vico’s über die gleichsam autochthone Selbstentwickelung
der alten Völker sieht. Als Vorläufer seiner
eigenen Anschauung über die progressive Entwickelung der
Menschheit bezeichnet er Romagnosi, der zwischen Vico und
Centofanti stehend zu Denjenigen gehöre, welche über die
Wissenschaft der Geschichte die tiefstgehenden Gedanken entwickelt
haben. 1 Er hat an ihm nur diess auszuset-zen, dass
derselbe, um für die geschichtliche Begründung der Idee der
Culturüberlieferung eine feste Basis zu gewinnen, ein civilisirtes
Urvolk annimmt, welches durch ein Zusammenwirken
günstigster Umstände seine Civilisation durch sich selbst errang
(popolo auto-civile). Indess abgesehen davon, dass Romagnosi
mit einer derartigen Annahme nicht allein stehe, indem auch
Gioberti und C. Balbo vom Standpunkte der Offenbarungsgläubigkeit
den semitischen Stamm für den Grundträger aller
Cultur ansahen, liege seiner Annahme ein Gedanke allgemeinerer
Art zu Grunde, dessen verfehlte Ausbildung sich leicht
corrigiren lasse. Romagnosi schreibt einem bestimmten besonderen
Volke zu, was eigentlich nur eine Grundthat aller ersten
Völker (proto-popoli) ist; alle ersten Völker sind, was sie als
Anfänger in der Civilisation waren, dadurch geworden, dass überhaupt
das Bedürfniss geregelter Wechselbeziehungen zwischen
Menschen, welche sich an einander gewiesen sehen, von selber
die Anfänge einer bestimmten Ordnung schafft, deren weitere
Entwickelung in der Fortdauer und Erweiterung des Verkehres
der Geeinigten unter einander und zu anderen in ähnlicher
Weise Geeinigten in Kraft der durch diesen Verkehr geweckten
und sich weiter entwickelnden Ideen sich von selber
ergibt. Niemand zeige besser, als Romagnosi selber, wie diese
1 Critica, p. 401 ff. Amari verweist auf die zu Mailand 1841 erschienene
Gesammtansgabe der Schriften Romagnosi’s, von welchen er die hieher
gehörigen speeiell angibt (Critica, p. 402, Anm. 1).