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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 96. Band, (Jahrgang 1880)

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Pfizmaier.

Im  vierten  Jahre  des  Zeitraumes  Khai-yuen  (716  n.  Chr.)
befand  sich  bei  dem  Sammelhause  des  allgemeinen  Beschützers
von  Ngan-nan  in  dem  Strome  eine  grosse  Schlange.  Das  Haupt
und  der  Schweif  derselben  kamen  schräg  an  beiden  Uferbänken ­
  zum  Vorschein.  Nach  Verlauf  von  Tagen  verfaulte  sie
und  zerfiel  zollweise  in  Stücke.  In  einigen  Tagen  waren  die
Fische  des  Stromes  sämmtlich  todt.  Den  Strom  bedeckend,
schwammen  sie  abwärts  imd  waren  zu  Zehnen  und  Fünfen  an
einander  geklebt.  Das  Wasser  des  Stromes  stank.
In  dem  Zeiträume  Schin-lung  (705—706  n.  Chr.)  befand
sich  in  dem  Wasser  des  Wei  ein  Frosch  von  der  Grösse
eines  dreifüssigen  Kessels.  Die  Menschen  der  Strassen  sammelten ­
  sieh  und  betrachteten  ihn.  Nach  einigen  Tagen  war  er
verschwunden.  In  diesem  Jahre  war  grosses  Wasser.
Im  zweiten  Monate  des  vierzehnten  Jahres  des  Zeitraumes
Yuen-ho  (819  n.  Chr.)  fiel  am  Tage  ein  Fisch,  welcher  über
einen  Schuh  lang  war,  auf  den  Markt  von  (  -f-  )  Yüntscheu
  herab.  Nach  längerer  Zeit  verendete  er.
Dass  der  Fisch  das  Wasser  verfehlt  und  auf  den  Markt
herabfallt,  ist  ein  Bild  des  Verderbens  und  der  Vernichtung.
Im  dritten  Monate  des  zweiten  Jahres  des  Zeitraumes
Khai-tschfing  (837  n.  Chr.),  Tag  Jin-schin  (9),  drang  ein  grosser
Fisch,  welcher  sechs  Klafter  lang  war,  von  dem  Meere  in  den
Iloai  bis  i|g  Tschao-I  in  ^  Hao-tscheu.  Die  Menschen
des  Volkes  tödteten  ihn.  Es  war  nahezu  Ausartung  der  Fische.
Im  sechsten  Jahre  des  Zeitraumes  Khien-fu  (879  n.  Chr.)
schwammen  in  iE  *  Khi-schu’i  die  Fische  des  Flusses
stromaufwärts  bis  zu  der  Gränze  von  Ja  ft  Y r uen-khiö
und  2p  Ping-lö.  Der  Fisch  ist  ein  Bild  des  Volkes.
Wenn  er  stromaufwärts  schwimmt,  gehorcht  das  Volk  nicht
den  Geboten  des  Gebieters.
Im  zweiten  Jahre  des  Zeitraumes  Kuang-khi  (886  n.  Chr.)
regnete  es  in  Yang-tscheu  Fische.  Die  Deutung  war  wie
in  dem  vierzehnten  Jahre  des  Zeitraumes  Yuen-ho.
            
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