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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 96. Band, (Jahrgang 1880)

Seltsamkeiten  und  Unglück  aus  den  Zeiten  der  Thang.  II.

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Im  dritten  Monate  des  ersten  Jahres  des  Zeitraumes
Kieu-schi  (700  n.  Chr.)  fiel  starker  Schnee.
Im  dritten  Monate  des  ersten  Jahres  des  Zeitraumes
Schin-lung  (707  n.  Chr.),  Tag  Yl-yeu  (22),  trat  in  Mötscheu
  plötzliche  Kälte  ein  und  war  auch  Eis.
Im  neunten  Monate  des  neun  und  zwanzigsten  Jahres  des
Zeitraumes  Khai-yuen  (741  n.  Chr.),  Tag  Ting-mao  (4),  fiel
starker  Schnee.  Grosse  Bäume  wurden  niedergeworfen  und
gebrochen.
Im  sechsten  Monate  des  vierten  Jahres  des  Zeitraumes
Ta-li  (769  n.  Chr.)  hatte  sich  die  Sonne  versteckt  und  war  Kälte.
Im  ersten  Monate  des  ersten  Jahres  des  Zeitraumes
Tsching-yuen  (785  n.  Chr.),  Tag  Meu-sö  (35),  war  grosser
Schneesturm  und  Kälte.  An  dem  Tage  Ping-wu  (43)  war
wieder  grosser  Schneesturm  und  Kälte.  Die  Menschen  des
Volkes  hungerten  und  viele  erfroren.
Im  zwölften  Monate  des  zwölften  Jahres  desselben  Zeitraumes ­
  (796  n.  Chr.)  fiel  starker  Schnee  und  war  sehr  grosse
Kälte.  Viele  Fichten,  Pistazien-  und  Feigenbäume  starben  ab.
Die  Deutung  sagte:  Wenn  die  Tugend  in  Gefahr  geräth,  so
ist  das  Himmelsunglück  plötzliche  Kälte.
Im  dritten  Monate  des  neunzehnten  Jahres  desselben
Zeitraumes  (803  n.  Chr.)  fiel  starker  Schnee.
Im  zweiten  Monate  des  zwanzigsten  Jahres  desselben
Zeitraumes  (804  n.  Chr.),  Tag  Keng-sö  (47),  donnerte  es  zuerst,
hagelte  und  blitzte,  dann  fiel  starker  Schnee.
Wenn  es  bereits  gedonnert  hat,  so  soll  es  nicht  schneien.
Das  Yin  bedrohte  das  Yang.  Es  war  wie  in  dem  neunten  Jahre
des  Fürsten  Yin  von  Lu.
Im  zwölften  Monate  des  sechsten  Jahres  des  Zeitraumes
Yuen-ho  (811  n.  Chr.)  war  grosse  Kälte.
Im  zehnten  Monate  des  achten  Jahres  desselben  Zeitraumes ­
  (813  n.  Chr.)  war  in  der  östlichen  Hauptstadt  grosse
Kälte.  Der  Rauhfrost  war  mehrere  Zoll  dick.  Viele  Sperlinge
und  Mäuse  kamen  um’s  Leben.
Im  neunten  Monate  des  zwölften  Jahres  desselben  Zeitraumes ­
  (817  n.  Chr.),  Tag  Ki-tsch’eu  (26),  schneite  es.  Es
geschah,  dass  Menschen  erfroren.
            
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