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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 96. Band, (Jahrgang 1880)

Seltsamkeiten  und  Unglück  aus  den  Zeiten  der  Thang.  II.

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Im  dritten  Jahre  des  Zeitraumes  Khai-yuen  (715  n.  Chr.)
war  in  Ho-nan  und  Ho-pe  Wassersnoth.
Im  siebenten  Monate  des  vierten  Jahres  desselben  Zeitraumes ­
  (716  n.  Chr.),  Tag  Ting-yeu  (34),  überströmte  das
Wasser  des  Lö  und  machte  mehrere  hundert  Schiffe  versinken.
Im  sechsten  Monate  des  fünften  Jahres  desselben  Zeitraumes ­
  (717  n.  Chr.),  Tag  Kiä-schin  (21),  trat  das  Wasser  des
(  y  -)-  |H)  Tsch’en  aus.  Ueber  tausend  Menschen  ertranken,
ln  dem  Kreise  Kung  war  grosses  Wasser.  Es  zerstörte  die
Stadt  der  Feste  und  beschädigte  mehrere  hundert  von  Menschen
des  Volkes  bewohnte  Häuser.  In  Ho-nan  vertilgte  das  Wasser
die  Saaten.
Im  Sommer  des  achten  Jahres  desselben  Zeitraumes  (720
n.  Chr.)  plünderten  die  Khi-tan  den  Landstrich  ü  Yin g-Man
  entsandte  die  Kriegsleute  der  Mitte  des  Gränzpasses  und
kam  dem  Landstriche  zu  Hilfe.  Man  übernachtete  an  dem
eingebrochenen  Thore  von  Min-tschi,  an  den  Ufern  des  Flusses
Kö.  Um  Mitternacht  kamen  plötzlich  die  Gebirgswässer
heran  und  über  zehntausend  Menschen  ertranken.
Im  sechsten  Monate  desselben  Jahres,  Tag  Keng-yin  (27),
traten  in  der  Nacht  der  Kö  und  Lö  aus  und  drangen  in  den
westlichen  Palast  ±  m  Schang-yang.  Von  zehn  Menschen
des  Palastes  fanden  sieben  bis  acht  den  Tod.
In  den  Kreisen  innerhalb  der  Königsgränze  gingen  die
Saaten  der  Felder,  die  Hütten  und  Behausungen  vollständig
zu  Grunde.  Ueber  tausend  mit  Vertheidigung  sich  befassende
Krieger  der  Leibwache  ertranken.
In  der  Mutterstadt  baute  man  eine  Strasse.  Eines  Abends
stürzte  sie  ein  und  wurde  ein  Teich.  Ueber  fünfhundert  von
Menschen  des  Volkes  bewohnte  Häuser  versanken  und  waren
nicht  zu  sehen.
In  diesem  Jahre  war  an  dem  Ausgange  von
San-ya  in  Teng-tscheu  grosses  Wasser.  Es  versperrte  das  Thal.
Einige  sahen  zwei  kleine  Kinder,  welche  sich  gegenseitig  mit
dem  Wasser  begossen.  Nach  einer  Weile  erschien  eine  Schlange
von  der  Grösse  von  zehn  Umspannungen.  Dieselbe  sperrte
den  Mund  auf  und  blickte  zu  dem  Himmel  empor.  Einige
Menschen  hieben  mit  Schwertern  und  schossen  auf  sie.  Plötzlich
            
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